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Mord an Schönheitschirurg: Festnahme in Spanien

Arzt-Mord in Marbella: Ein 18-jähriger Schwede soll der Täter sein. Ein Detail führte zur Festnahme – was bisher bekannt ist.

09.10.2026, 16:15 Uhr

Nach der tödlichen Attacke auf einen Schönheitschirurgen im exklusiven Badeort Marbella hat die spanische Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Nähere Informationen wollten die Behörden wegen einer vom Ermittlungsrichter verhängten Nachrichtensperre zunächst nicht bekanntgeben. Auch zum Motiv lagen vorerst keine gesicherten Erkenntnisse vor. Regionalen Medien zufolge soll das Opfer neben einer weiteren Staatsangehörigkeit auch einen deutschen Pass besessen haben, offiziell bestätigt wurde dies jedoch nicht.

Berichte: 18-jähriger Schwede in Haft

Spanische Medien meldeten unter Berufung auf informierte Kreise, bei dem Festgenommenen handele es sich um einen 18 Jahre alten Schweden. Nach bisherigem Stand könnte es sich um einen Auftragsmord handeln. Demnach soll der Verdächtige erst kurz vor der Tat nach Spanien eingereist sein, vor Ort Unterstützung gehabt haben und unmittelbar danach wieder ausreisen wollen. Laut der Zeitung El Mundo führte jedoch ein "kleiner Fehler" zu seiner raschen Festnahme. Worin dieser bestand, wurde nicht mitgeteilt.

Ermittler prüfen möglichen Auftraggeber

Im Fokus der Untersuchungen steht nun vor allem die Frage, wer die Tat in Auftrag gegeben haben könnte. Medienberichten zufolge ziehen die Ermittler auch in Betracht, dass ein unzufriedener Patient oder Kunde hinter dem Verbrechen stehen könnte. Gleichzeitig wird nach möglichen Helfern gesucht, die den Verdächtigen bei Planung und Ausführung unterstützt haben könnten.

Täter soll in Klinik eingedrungen sein

Nach Angaben spanischer Medien erschien am Mittwoch gegen 18 Uhr ein maskierter Mann in der Klinik. Er habe gezielt den Arzt aufgesucht und sofort mehrfach auf dessen Kopf geschossen. Diese Informationen waren kurz nach der Tat auch von einem Polizeisprecher bestätigt worden, bevor später die Nachrichtensperre verhängt wurde. Rettungskräfte konnten dem 57-Jährigen nicht mehr helfen; er starb noch am Tatort. Der Schütze soll anschließend auf einem Motorrad geflüchtet sein.

Renommierte Klinik für internationale Kundschaft

Das Opfer leitete laut Medien eine Klinik für Schönheitschirurgie in Marbella, die er 2018 gegründet hatte. Zuvor soll er etwa zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella gearbeitet haben. Berichten zufolge stammte er aus Köln, studierte Medizin in Deutschland und Österreich, war zeitweise als Arzt in Aachen tätig und absolvierte Weiterbildungen in plastischer und ästhetischer Chirurgie in Großbritannien sowie Südafrika.

Die Ärztekammer von Málaga gedachte des Getöteten nach eigenen Angaben mit einer Schweigeminute, wie sie auf der Plattform X mitteilte.

Die Klinik galt als Anlaufstelle für wohlhabende Patienten aus Europa, dem Nahen Osten und den USA. Neben kostspieligen Eingriffen wurden dort auch exklusive Erholungsvillen und individuelle Betreuung nach Operationen angeboten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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