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Maria stranguliert – Angeklagter gibt nicht auf

Sie wurde in ihrem Zimmer erdrosselt, er floh jahrzehntelang. Jetzt ist das Urteil da – doch der Verurteilte wehrt sich.

06.07.2026, 14:32 Uhr

Fall Maria Köhler: Revision gegen Mordurteil eingelegt

Im Verfahren um den Tod der 19-jährigen Maria Köhler vor beinahe 42 Jahren ist das Urteil noch nicht endgültig. Nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichts Aschaffenburg hat die Verteidigung Revision eingelegt. Damit dürfte sich nun der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigen.

Das Landgericht hatte den 67-jährigen Angeklagten am vergangenen Montag, dem 29. Juni, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. In dem Prozess hatte er eingeräumt, die angehende Krankenschwester am 30. Juli 1984 nach einem Streit in ihrem Zimmer getötet zu haben.

Die Verteidigung hatte hingegen auf Totschlag plädiert. Nach Auffassung seiner Anwältin hätte der Mann in diesem Fall wegen eingetretener Verjährung freigesprochen werden müssen.

Der Staatenlose war laut Ermittlungen nach der Tat von Aschaffenburg über Frankfurt am Main in die Türkei geflohen und entzog sich über Jahrzehnte dem Zugriff der Behörden. Erst im vergangenen Jahr konnte er festgenommen werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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