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Italien-Schock: Autofahrer rast in Radlergruppe

Straßen-Zoff eskaliert brutal: In Italien rammt ein Autofahrer Radler – vier Amateursportler werden teils schwer verletzt.

08.08.2026, 18:06 Uhr

Streit auf Radstrecke bei Turin eskaliert weiter

Auf einer bei Rennradfahrern beliebten Straße im Norden Italiens ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Nach Angaben der Polizei soll ein Autofahrer nahe Turin absichtlich in eine Gruppe von Amateursportlern gefahren sein. Vier Radfahrer wurden dabei schwer verletzt, einer von ihnen kam in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Gegen den 73 Jahre alten Mann wird nun unter anderem wegen mehrfacher Körperverletzung und versuchten vorsätzlichen Tötens im Straßenverkehr ermittelt. Er wurde unter Hausarrest gestellt.

Nach bisherigen Erkenntnissen regte sich der Fahrer darüber auf, dass die sechsköpfige Radgruppe auf der Strecke zwischen Lanzo Torinese und Coassolo aus seiner Sicht zu viel Raum auf der Fahrbahn einnahm. Beim Überholen habe er laut gehupt, worauf die Radfahrer ihren Unmut mit heftigen Gesten gezeigt hätten. Anschließend soll der Mann abrupt gebremst, den Rückwärtsgang eingelegt und vier von ihnen erfasst haben. Laut Polizei kehrte er danach sogar noch einmal um, um erneut auf die Gruppe zuzufahren.

Autofahrer stellt sich Polizei

Zwei Verletzte mussten mit einem Hubschrauber in Kliniken gebracht werden. Einer von ihnen erlitt mehrere Knochenbrüche sowie weitere schwere Verletzungen. Der Autofahrer stellte sich später selbst der Polizei, nachdem die Radfahrer sich sein Kennzeichen notiert hatten.

In Italien sind besonders an Wochenenden zahlreiche Freizeitsportler mit Rennrädern unterwegs. Die betroffene Strecke gilt in der Region wegen ihrer anspruchsvollen Steigung und der weiten Panoramablicke als besonders beliebt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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