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Høiby droht jetzt ein deutlich härteres Strafmaß

Vier Jahre Haft? Damit könnte es für Mette-Marits Sohn nicht getan sein – die Staatsanwaltschaft will noch mehr.

26.06.2026, 17:10 Uhr

Die Staatsanwaltschaft in Oslo will in einem möglichen Berufungsverfahren gegen Marius Borg Høiby eine längere Haftstrafe erreichen. Wie die Nachrichtenagentur NTB und weitere norwegische Medien berichten, plant Staatsanwalt Sturla Henriksbø, das Strafmaß anzufechten. Die beiden Freisprüche in Anklagepunkten, die nach norwegischem Recht als Vergewaltigung eingestuft werden, sollen dagegen nicht angegriffen werden.

Ein Gericht in Oslo hatte den 29-Jährigen am 15. Juni wegen insgesamt 34 Straftaten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Høiby, der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, war unter anderem in vier Fällen wegen Vergewaltigung angeklagt. Verurteilt wurde er jedoch nur in zwei Fällen. Dabei soll er jeweils mit dem Finger in eine schlafende Frau eingedrungen sein. In zwei weiteren Punkten sprach ihn das Gericht frei.

Høiby hat in dieser Woche offiziell Berufung gegen das Urteil eingelegt. Er wendet sich vor allem gegen die beiden Verurteilungen wegen Vergewaltigung sowie gegen den Schuldspruch wegen Missbrauchs in einer früheren Beziehung. Mit einem Berufungsprozess wird im kommenden Jahr gerechnet.

Eine separate Berufung der Staatsanwaltschaft gegen die Freisprüche soll es den Berichten zufolge nicht geben. Diese Entscheidung sei gemeinsam mit den Rechtsbeiständen der betroffenen Frauen getroffen worden. Sollte Høibys Berufung zugelassen werden, wolle man jedoch erreichen, dass das Berufungsgericht die Höhe der Strafe erneut prüft, erklärte Henriksbø. Im langwierigen Prozess hatte die Anklage ursprünglich eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert.

Prozess gegen Marius Borg Høiby
Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby ist zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. (Archivbild) Quelle: Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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