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Höhlendrama in Laos: Gibt es Rettung für Goldsucher?

Nur noch 20 Meter! Retter robben durch enge Tunnel zu 7 Goldsuchern in Laos – sinkendes Wasser lässt plötzlich hoffen.

27.05.2026, 05:29 Uhr

Fünf Männer in überfluteter Höhle lebend entdeckt

Bei der Rettungsaktion in Laos gibt es einen entscheidenden Durchbruch: Fünf der seit mehr als einer Woche in einer überfluteten Höhle eingeschlossenen Goldsucher sind lebend gefunden worden. Das teilten die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People und die thailändische Rettungseinheit MTK am Nachmittag (Ortszeit) übereinstimmend mit.

In zunächst verbreiteten Mitteilungen hieß es, die Männer seien in Sicherheit. Später erklärten laotische Rettungsteams jedoch, dass sich die fünf Gefundenen weiterhin in der Höhle befinden. Nun sollen ihnen zunächst Lebensmittel und Medikamente gebracht werden. Laut der Zeitung Laotian Times sind die Überlebenden hungrig und erschöpft, aber in stabilem Zustand. Nach zwei weiteren Vermissten wird weiterhin gesucht.

In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigten, wie sich Retter vor Freude umarmten, jubelten und teils vor Erleichterung weinten. Weitere Einzelheiten zur Bergung wurden zunächst nicht bekannt.

Seit dem 19. Mai eingeschlossen

Die sieben Männer waren seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng eingeschlossen. Zusammen mit drei weiteren Dorfbewohnern waren sie dort auf Goldsuche, als das Höhlensystem nach starken Regenfällen überflutet wurde und teilweise einstürzte. Lange war unklar, ob die Männer noch am Leben waren. Drei Dorfbewohner konnten sich rechtzeitig retten und anschließend die Behörden alarmieren.

Zuvor hatten sich die Einsatzkräfte bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort der Vermissten herangearbeitet. Der thailändische Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong schrieb später auf Facebook: „Um 16.30 Uhr Ortszeit haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben fünf Personen gefunden. Wir suchen noch nach den beiden anderen.“

Retter kriechen und tauchen

Die Spezialkräfte arbeiteten sich durch extrem enge, teils komplett überflutete Tunnel vor. Nach Angaben der Einsatzleitung mussten die Taucher an manchen Stellen auf dem Bauch oder auf den Knien kriechen und sich anschließend durch schmale Unterwasserpassagen bewegen.

Zugleich waren die Wasserstände in der Höhle seit Dienstag deutlich gesunken, wie das Portal Thai Enquirer unter Berufung auf Bangkaowong berichtete. Das abgelegene Gebiet mit schroffen Bergen und dichtem Dschungel liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane. Die Höhle befindet sich in der nördlichen Provinz Xaisomboun im Bezirk Longchaeng.

Ursprünglich waren insgesamt zehn Dorfbewohner in das Höhlensystem vorgedrungen, um dort nach Gold zu suchen. Drei konnten sich retten, sieben wurden nach heftigen Regenfällen und einem Erdrutsch eingeschlossen. Inzwischen sind fünf von ihnen lebend gefunden worden, zwei werden noch vermisst.

Thailand unterstützt die Mission

Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten – auch wegen der Erfahrung thailändischer Spezialkräfte bei der international beachteten Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018.

Teams aus dem Nachbarland waren bereits am Wochenende in der Unglücksregion eingetroffen. An der Mission beteiligen sich auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und der thailändische Taucher Norrased Palasing, die schon bei der spektakulären Rettungsaktion in Tham Luang im Einsatz waren.

Entlang der Rettungsroute hatten die Einsatzkräfte zusätzliche Sauerstoffflaschen sowie Sicherheitssysteme installiert, falls es erneut zu Überschwemmungen kommt. Außerdem versuchten Teams, mit Belüftungsrohren die schlechte Luftqualität in der Höhle zu verbessern. Parallel suchten weitere Retter außerhalb der Höhle nach alternativen Zugängen über senkrechte Felsschächte.

Suche nach den letzten Vermissten geht weiter

Die Familien der Vermissten warteten derweil weiter vor dem Höhleneingang auf Nachrichten. Die Rettungsaktion weckt bei vielen Erinnerungen an das Drama in der Tham-Luang-Höhle in Nordthailand. Damals waren zwölf junge Fußballer und ihr Trainer nach starken Regenfällen mehr als zwei Wochen lang in einer überfluteten Höhle eingeschlossen und später von internationalen Höhlentauchern und Spezialkräften gerettet worden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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