Goldfund in Bannewitz: Gemeinde darf Schatz behalten
Die Gemeinde Bannewitz in Sachsen kann einen im Herbst entdeckten Goldschatz im Wert von mehreren zehntausend Euro behalten. Nach Angaben von Bürgermeister Heiko Wersig konnte innerhalb der gesetzlichen Frist niemand glaubhaft belegen, Eigentümer der zehn Goldbarren zu sein, die ein Mitarbeiter der Gemeinde im Oktober beim Mähen gefunden hatte.
Zwar habe es zahlreiche Hinweise per E-Mail, Telefon und Brief gegeben, sagte der parteilose Bürgermeister. Keiner der mutmaßlichen Besitzer habe jedoch die nötigen Nachweise vorlegen können – etwa eine gültige Rechnung und die zu den Barren gehörenden Seriennummern.
Da die sechsmonatige Frist für Fundsachen am 17. April endete, darf die Kommune nun selbst über die Verwendung entscheiden. Der Gemeinderat soll darüber am Dienstagabend abschließend beraten.
Nach dem derzeitigen Plan sollen örtliche Vereine von dem Fund profitieren. Vorgesehen ist laut Wersig, insbesondere Initiativen aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie aus der Heimat- und Brauchtumspflege zu unterstützen. Die Übergabe an die ausgewählten Vereine ist für Anfang Mai vorgesehen.
Der Goldschatz wird weiterhin von der Polizei verwahrt. Beim aktuellen Goldpreis haben die zehn Unzen einen Wert von rund 40.000 Euro.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion