Allgemein

Flammen-Drama in Spanien: 1.000 Menschen fliehen

Chaos in Spanien: Feuer treibt Menschen aus Gátova, Sintfluten fluten die Costa Dorada – es gibt Verletzte.

22.08.2026, 11:12 Uhr

Waldbrand bei Valencia weitet sich aus – Evakuierungen in Gátova

In der spanischen Region Valencia ist ein Waldbrand weiter außer Kontrolle geraten. In der Nähe der Gemeinde Gátova mussten etwa 1.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Für Betroffene ohne eigenes Auto seien Busse organisiert worden, erklärte Valencias Katastrophenschutzminister Juan Carlos Valderrama.

Nach ersten Angaben soll ein Blitz den Brand am späten Donnerstagabend ausgelöst haben. Bis Freitagabend wurden bereits mehr als 400 Hektar Land zerstört.

Gátova hat normalerweise rund 450 Einwohner. In den Sommermonaten steigt die Zahl wegen vieler Urlauber jedoch deutlich an, wie der Sender RTVE berichtete. Fernsehaufnahmen zeigten, dass sich die Flammen bereits bis nahe an bewohnte Gebiete ausgebreitet hatten. Über dem Ort lag am Freitag dichter Rauch.

Ausgebrochen war das Feuer einige Kilometer weiter südlich bei Segorbe. Von dort breitete es sich durch den Naturpark Sierra Calderona in Richtung Gátova aus. Im schwierigen Gelände kämpfen die militärische Notfalleinheit UME, zahlreiche Feuerwehrkräfte sowie Löschhubschrauber und -flugzeuge gegen die Flammen.

Anhaltende Trockenheit und außergewöhnlich hohe Temperaturen begünstigen solche Brände zusätzlich. Beides wird auch mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Nach Angaben des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS sind in Spanien in diesem Jahr bei 425 Feuern bereits mehr als 297.000 Hektar verbrannt worden – eine Fläche größer als das Saarland.

Heftige Regenfälle führen zu Überschwemmungen an der Costa Dorada

Währenddessen sorgten weiter nördlich starke Regenfälle an der Costa Dorada in Katalonien für Überschwemmungen. In Roda de Berà bei Tarragona wurden drei Menschen verletzt, einer davon schwer, nachdem eine Mauer infolge des Unwetters eingestürzt war, teilte die Feuerwehr mit.

Am frühen Samstagmorgen fielen in Teilen der Region innerhalb weniger Stunden bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Rund 300 Menschen wurden von einem Campingplatz in Roda de Berà in Sicherheit gebracht, weitere etwa 100 aus einer Diskothek in Vendrell. Zahlreiche Straßen standen unter Wasser, zudem kam es laut der Zeitung La Vanguardia zu Einschränkungen im Zugverkehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen