Wirtschaft

Mega-Deal besiegelt? Warner-Aktionäre geben grünes Licht für den Paramount-Kauf

Der Mega-Deal in Hollywood rückt plötzlich in greifbare Nähe: Paramount ist der Übernahme von Branchenriese Warner einen entscheidenden Schritt näher. Nun haben auch die Aktionäre grünes Licht gegeben.

23.04.2026, 16:26 Uhr

Die Anteilseigner von Warner Bros. Discovery haben der geplanten Übernahme durch Paramount zugestimmt. Damit ist für den rund 110 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss eine wichtige Hürde genommen, auch wenn die Genehmigung der zuständigen Behörden noch aussteht. Nach einer ersten Auszählung sei die Transaktion mit einer "überwältigenden" Mehrheit angenommen worden, teilte Warner mit. Mit einer Zustimmung war im Vorfeld bereits gerechnet worden.

Zunächst galt Netflix als Interessent für das Studio- und Streaminggeschäft von Warner. Am Ende setzte sich jedoch Paramount mit einem höheren Angebot für den gesamten Konzern durch, einschließlich TV-Sendern wie CNN.

Paramount will in Hollywood aufsteigen

Paramount, das im vergangenen Jahr von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison übernommen wurde, erhöhte sein Angebot für Warner Bros. Discovery von 30 auf 31 Dollar je Aktie. Daraufhin kam der Warner-Verwaltungsrat zu dem Schluss, dass dieses Angebot attraktiver sei als die zuvor akzeptierte Offerte von Netflix. Der Streamingkonzern verzichtete darauf, noch einmal nachzubessern.

Geführt wird Paramount von David Ellison, dem Sohn von Larry Ellison und selbst Filmproduzent. Mit dem Kauf von Warner Bros. Discovery will er die Stellung des Unternehmens in Hollywood ausbauen. Paramount zählt bislang eher zu den kleineren großen Studios. Warner bringt dagegen starke Marken und Geschäfte mit, darunter das DC-Universum mit Superman und Batman, die "Harry Potter"-Reihe sowie ein bedeutendes Streamingangebot rund um HBO.

Debatte um die Zukunft von CNN

Im Übernahmewettstreit spielt auch die Zukunft des Nachrichtensenders CNN eine Rolle. Der Sender berichtet häufig kritisch über US-Präsident Donald Trump. Trump hatte bereits im Dezember erklärt, bei einem möglichen Deal müsse sichergestellt werden, dass CNN in jedem Fall den Eigentümer wechselt.

Kritiker Trumps in den USA sorgen sich nun, dass CNN unter dem Dach von Paramount an redaktioneller Unabhängigkeit einbüßen könnte. Ganz unbegründet ist diese Befürchtung nicht: Seit der Übernahme durch die Ellisons hat die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS stellenweise einen deutlich freundlicheren Ton gegenüber der Trump-Regierung angeschlagen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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