Stars wie Madonna, Rihanna, Kim Kardashian, Doja Cat, Sabrina Carpenter, Zoë Kravitz, Lena Dunham, Bad Bunny und Cher haben bei der Met-Gala in New York die Eröffnung einer neuen Mode-Ausstellung gefeiert. Im Metropolitan Museum stand das diesjährige Spektakel unter dem Motto „Mode ist Kunst“.
Met-Gala wird für einige Stars zum Familienfest
Für einige prominente Gäste wurde der Abend diesmal besonders persönlich: Sängerin Beyoncé und Schauspielerin Nicole Kidman brachten erstmals ihre Töchter mit zur berühmten Benefizgala.
Beyoncé lief gemeinsam mit Ehemann Jay-Z und der gemeinsamen 14-jährigen Tochter Blue Ivy über die gelb-grün dekorierten, mit Blumen geschmückten Stufen des Metropolitan Museums. Die 44-Jährige sagte, es fühle sich diesmal surreal an, weil ihre Tochter dabei sei. Es sei unglaublich, dieses Ereignis mit Blue zu teilen und alles durch ihre Augen zu sehen. Ihre Tochter sei bereit dafür gewesen.
Auch Nicole Kidman erschien mit ihrer 17 Jahre alten Tochter Sunday Rose. Die Schauspielerin, die eine rote Robe trug, erzählte, ihre Tochter sei den ganzen Abend über bemerkenswert entspannt gewesen – obwohl am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder Schule anstehe. Zugleich betonte Kidman, Sunday Rose hebe nicht ab.
Kim Kardashian kam ebenfalls mit Familie: Sie erschien zusammen mit ihrer Mutter sowie den Halbschwestern Kendall und Kylie.
Heidi Klum als Statue, Roboter-Masken und Seifenblasen
Model Heidi Klum, bekannt für spektakuläre Auftritte, erschien passend zum Dresscode in einem Ganzkörperkostüm als steinerne Statue. Die 52-Jährige kommentierte ihren Look mit den Worten: „Ich sehe hart aus, aber ich bin weich.“ Die Idee dazu sei ihr bei einem Besuch im Metropolitan Museum gekommen.
Auch andere Prominente setzten auf auffällige Inszenierungen: Bad Bunny trat als älterer Mann auf. Janelle Monáe trug ein Kleid aus Moos und Kabeln, Katy Perry zeigte sich mit einer Art Roboter-Maske. Aus dem Outfit der Ski-Olympionikin Eileen Gu schwebten sogar Seifenblasen.
Model Gigi Hadid sagte, die Met-Gala sei für sie jedes Jahr wie ein großer Kunstkurs. Hailey Bieber, die ohne Ehemann Justin erschien, verriet, sie sei noch nie so entspannt bei einer Met-Gala gewesen.
Für Schauspieler Dwayne Johnson war es der erste „Met Ball“. Er erklärte, gerade deshalb sei er gelassen – weil es nicht darum gehe, einen Film zu bewerben. „Hier kann man einfach anziehen, was man anzieht – und los geht’s“, sagte er sinngemäß. Auch Comedian Marcello Hernández und seine Freundin Ana Amelia Batlle Cabral erlebten das Spektakel zum ersten Mal und zeigten sich entsprechend begeistert und aufgeregt.
Schon viele Stunden vor Beginn versammelten sich Dutzende Schaulustige auf der Fifth Avenue, um einen Blick auf die Stars zu erhaschen.
Anna Wintour sammelt seit Jahren Millionen ein
Wie in den Vorjahren war Anna Wintour Gastgeberin der Benefizveranstaltung. Die langjährige Chefin der US-„Vogue“ leitete die Gala in diesem Jahr bereits zum 29. Mal. In den vergangenen 28 Jahren wurden dabei nach ihren Angaben mehr als 500 Millionen Dollar an Spenden gesammelt.
Vorab sagte Wintour, die Met-Gala sei ihre liebste Zeit des Jahres – und zugleich ihre furchterregendste.
Der sogenannte „Met Ball“, oft als Party des Jahres bezeichnet, ist eine jährliche Spendengala zugunsten des Kostüm-Instituts des Metropolitan Museums. Die Einnahmen decken das Jahresbudget des Instituts, das inzwischen Anna Wintours Namen trägt. In diesem Jahr wurde dabei die Ausstellung „Costume Art“ eröffnet.
Proteste gegen Bezos-Beteiligung
Mitgetragen und mitfinanziert wurde die Gala diesmal auch von Amazon-Gründer Jeff Bezos und seiner Ehefrau Lauren Sánchez Bezos. Sie zeigte sich allerdings ohne Begleitung auf dem gelb-grünen Teppich.
Im Vorfeld hatte es Kritik daran gegeben, dass sich einer der reichsten Menschen der Welt an einem extravaganten Mode- und Kunstspektakel in einer Stadt beteiligt, in der laut Statistiken etwa jeder vierte Bewohner in Armut lebt. Auch rund um die Veranstaltung kam es zu kleineren Protesten. Ein Demonstrant versuchte, auf die Stufen des Museums zu gelangen, wurde jedoch von Sicherheitskräften gestoppt.
New Yorks linker Bürgermeister Zohran Mamdani sagte seine Teilnahme öffentlich ab.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion