Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wertet eine mögliche Olympiabewerbung Münchens für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 als große Gelegenheit für das gesamte Land. Nach dem Erfolg im nationalen Auswahlprozess sagte der CSU-Chef, die Bewerbung habe historische Bedeutung. Ziel sei es, Deutschland gemeinsam zu präsentieren – als starkes Bündnis von Nord bis Süd sowie von Ost bis West.
Auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause reagierte mit großer Freude auf die Entscheidung. Die bayerische Landeshauptstadt hatte sich bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds gegen das Konzept aus Köln und der Rhein-Ruhr-Region durchgesetzt. Der Grünen-Politiker erklärte, die Begeisterung sei riesig, nun könne die Arbeit beginnen, um Olympische Spiele nach Deutschland zu holen.
Wüst zeigt Größe nach der Niederlage
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst kündigte an, die Münchner Bewerbung nun zu unterstützen. Der CDU-Politiker bezeichnete die Wahl Münchens als deutschen Kandidaten für Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 als gutes Signal für den Sportstandort Deutschland. Er gehörte zu den ersten Gratulanten Söders.
Zugleich betonte Wüst, dass Köln-Rhein-Ruhr seine Aufgaben erfüllt und ein starkes Konzept vorgelegt habe. Letztlich hätten nur Feinheiten den Ausschlag gegeben. Nordrhein-Westfalen werde die deutsche Bewerbung nun mit voller Kraft und aus voller Überzeugung mittragen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber