Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) hat die Wahl Münchens zum deutschen Kandidaten für eine Olympia-Bewerbung mit großer Begeisterung aufgenommen. In einer Mitteilung sprach die Organisation von einem „starken Signal für das ganze Land“. DOG-Präsident Gregor von Opel erklärte, gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich schwierigen Zeiten gebe diese Entscheidung ein gemeinsames Ziel und neue Zuversicht. Deutschland könne Olympische Spiele ausrichten, Menschen mitreißen und Spitzenleistungen zeigen – offen, fröhlich und friedlich. Nun dürfe das Land wieder von Olympia träumen.
Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden setzte sich die bayerische Landeshauptstadt am Vortag überraschend klar gegen die Bewerbung Köln/Rhein-Ruhr durch. Die Abstimmung endete mit 91 zu 50 Stimmen. Damit geht München als deutscher Kandidat für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen. Die Segelwettbewerbe sollen in diesem Fall in Kiel ausgetragen werden.
Nach Einschätzung der DOG punktete München auch mit seinem olympischen Erbe. Gemeinsam mit Kiel verbinde das Konzept vorhandene Sportstätten und Erfahrung mit Olympischen Spielen mit dem Anspruch, nachhaltige und weltoffene Spiele auszurichten.
Die Deutsche Olympische Gesellschaft besteht seit 1951. Ihr Ziel ist es, den olympischen Gedanken in Sport und Gesellschaft zu fördern und zu verbreiten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber