Fußball

Kimmichs trauriges Geständnis: «Mein Vater war immer da»

Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters ringt Kimmich um Worte – und verrät, warum ihm der Fußball jetzt Halt gibt.

31.10.2026, 22:01 Uhr

Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat sich nach dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund erstmals öffentlich zum unerwarteten Tod seines Vaters geäußert. Nach dem 2:2 in München sprach der 31-Jährige sehr persönlich über seine Trauer.

„Die vergangene Woche war für meine Familie und auch für mich extrem schwer“, sagte Kimmich in der Allianz Arena. Sein Vater habe ihn über viele Jahre hinweg begleitet, stets hinter ihm gestanden und ihn unterstützt. „Er hat auch in den Momenten an mich geglaubt, in denen ich selbst gezweifelt habe“, erklärte der Bayern-Profi.

Gedanken an den Vater auf dem Platz besonders präsent

Die Rückkehr in den Spielbetrieb sei deshalb nicht leicht gewesen. Gerade während eines Spiels müsse er besonders oft an seinen Vater denken, sagte der Mittelfeldspieler, der die Münchner bei seinem Comeback wieder als Kapitän aufs Feld führte.

Berthold Kimmich war in der vergangenen Woche im Alter von 57 Jahren gestorben. Danach hatte Joshua Kimmich drei Pflichtspiele verpasst. Gegen Dortmund stand er nun erstmals wieder im Kader. Fußball könne in Zeiten der Trauer manchmal helfen, sagte er. Es sei wichtig gewesen, wieder zur Mannschaft zurückzukehren und den Weg in den Alltag zu finden. Zugleich gebe es Momente, in denen man sich wünsche, die Welt würde stillstehen — doch sie drehe sich weiter, „leider und gleichzeitig zum Glück“.

Kimmich bedankt sich für Mitgefühl

Kimmich betonte, wie froh er sei, wieder bei der Mannschaft zu sein. Zugleich bedankte er sich für die große Anteilnahme und die vielen Beileidsbekundungen, die ihn und seine Familie erreicht hätten. Die Unterstützung durch den Verein, den DFB und viele Menschen in seinem Umfeld sei außergewöhnlich gewesen und habe ihm viel bedeutet.

FC Bayern München - Borussia Dortmund
Zurück auf dem Platz und in Aktion: Joshua Kimmich. Quelle: Tom Weller/dpa

Nach dem Schlusspfiff war zudem zu sehen, wie ihn mehrere Dortmunder Nationalspieler, darunter Nico Schlotterbeck, in den Arm nahmen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen