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Schon wieder teurer? Spritpreis zieht zum Wochenende an

Kurz bevor der Tankrabatt greift, ziehen die Spritpreise weiter spürbar an – und ausgerechnet der Ölpreis könnte die erhoffte Entlastung schon jetzt gefährden.

27.04.2026, 09:23 Uhr

Die Kraftstoffpreise steigen in Deutschland wieder. Nach einer längeren Phase sinkender Preise hat sich die Trendwende über das Wochenende weiter verfestigt, wie aktuelle Zahlen des ADAC zeigen.

Für einen Liter Super E10 wurden am Sonntag im bundesweiten Tagesmittel 2,099 Euro fällig. Damit stieg der Preis bereits den fünften Tag in Folge. Verglichen mit der Mitte der vergangenen Woche müssen Autofahrerinnen und Autofahrer damit rund 4 Cent mehr bezahlen.

Noch deutlicher verteuerte sich Diesel. Innerhalb von vier Tagen legte der Durchschnittspreis um 6,8 Cent zu und erreichte am Sonntag 2,195 Euro je Liter.

Im Vergleich zur Zeit vor Beginn des Krieges liegt der Preis für E10 damit um 32 Cent, der für Diesel sogar um 45 Cent höher. Gleichzeitig bleiben beide Sorten weiterhin spürbar unter den Höchstständen, die rund um Ostern verzeichnet wurden.

Als möglicher Grund für den jüngsten Preisanstieg gilt der höhere Ölpreis. Dieser hatte zuletzt auch wegen der Blockade von Schiffen an der Straße von Hormus wieder angezogen.

2-Euro-Marke könnte trotz Tankrabatt verfehlt werden

Vor allem bei Diesel deutet die Entwicklung darauf hin, dass selbst der ab 1. Mai geltende Tankrabatt wohl nicht ausreichen dürfte, um den Preis unter 2 Euro pro Liter zu drücken. Der Staat verzichtet dabei auf 16,7 Cent Steuern je Liter. Wegen der aktuell starken Schwankungen sind Veränderungen bis dahin jedoch weiterhin möglich.

Zusätzlich meldete der ADAC am Montagmittag einen ungewöhnlich starken Preissprung. Zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr verteuerte sich E10 um 13,8 Cent pro Liter, Diesel sogar um 15,6 Cent. Nach Angaben des Automobilclubs handelt es sich dabei jeweils um die zweithöchsten bislang gemessenen Sprünge seit Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel.

Eine klare Richtung für die weitere Preisentwicklung lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Vor dem Mittagssprung waren beide Kraftstoffsorten etwas günstiger als zur gleichen Zeit am Vortag, danach dann etwas teurer. Wie der Tagesschnitt am Montag letztlich ausfällt, blieb zunächst offen. Größere Ausschläge im weiteren Tagesverlauf galten angesichts der Mittagswerte jedoch als eher unwahrscheinlich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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