Merz zeigt sich ernüchtert über Vorgehen von USA und Israel im Iran-Konflikt
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich enttäuscht über das Vorgehen der USA und Israels gegenüber dem Iran geäußert. Am Rande der Unions-Klausur in Berlin sagte er, er sei inzwischen „desillusioniert“. Die ursprünglich von Washington und Jerusalem offenbar erwartete schnelle Lösung innerhalb weniger Tage sei ausgeblieben.
Merz betonte, Europa wolle sich deshalb diplomatisch stärker um eine Beilegung des Konflikts bemühen. Man stehe dabei zwar in engem Austausch mit den USA, habe aber zugleich eigene europäische Vorstellungen davon, wie eine Lösung erreicht werden könne.
Bereits zuvor hatte sich der Kanzler bei einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern im Sauerland deutlich zum Krieg mit dem Iran geäußert. Dabei kritisierte er vor allem eine aus seiner Sicht fehlende Strategie der Vereinigten Staaten. Zugleich sagte Merz, die iranische Führung demütige das eigene Land. Dass die USA den Krieg nicht rasch beenden könnten, liege offenbar auch daran, dass sich der Iran als widerstandsfähiger erwiesen habe als erwartet und Washington in den Verhandlungen keine überzeugende Linie erkennen lasse.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion