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Gesperrter Kompany: «Wo ich sitze? Das bleibt geheim»

In Paris steht Vincent Kompany und dem FC Bayern ein heikler Ausnahmefall bevor. Der gesperrte Cheftrainer muss von außen zusehen – und vertraut dabei voll auf seinen Stellvertreter.

27.04.2026, 20:15 Uhr

Die Pressekonferenz vor dem Champions-League-Kracher im Pariser Prinzenpark leitete Vincent Kompany noch selbst. Vor dem Halbfinal-Hinspiel des FC Bayern bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain am Dienstagabend (21.00 Uhr/Prime Video) sprach der Münchner Cheftrainer über die Partie — obwohl er wegen einer Gelbsperre nicht an der Seitenlinie stehen darf.

Auf die Frage, wo er das Spiel verfolgen werde, antwortete Kompany knapp: Irgendwo im Stadion. Die Regeln seien klar, wie lange er noch Einfluss nehmen dürfe. Entscheidend sei aber, dass die Mannschaft die Situation gemeinsam auffange. Das traue er seinem Team zu.

Kompany nimmt es mit Humor

Auch für einen scherzhaften Einwurf war der Belgier zu haben. Auf die Idee angesprochen, man könne ihn vielleicht in einer Box versteckt in die Kabine schmuggeln, entgegnete er lachend, dass er mit seinen 1,92 Metern dafür kaum geeignet sei.

Vertreten wird Kompany an der Seitenlinie von Co-Trainer Aaron Danks. Der Bayern-Coach verwies darauf, dass Danks bereits Erfahrung mitbringe und auch im Training eine wichtige, lautstarke Rolle übernehme. In den gesamten Trainerstab habe er volles Vertrauen.

Innenverteidiger Dayot Upamecano machte deutlich, dass das Fehlen des Trainers am Spielfeldrand nichts an der Herangehensweise der Mannschaft ändere. Die Bayern seien hochkonzentriert, hätten die Arbeitsweise Kompanys über die gesamte Saison verinnerlicht und würden mit derselben Mentalität auftreten wie sonst auch.

Respekt vor PSG, aber keine Angst

Kompany erwartet ein intensives Duell mit dem französischen Spitzenklub. Paris sei weiterhin der amtierende Champions-League-Sieger, und die Qualität des Teams sei bekannt. Trotzdem betonte er, dass Bayern genau solche Spiele suche. Wenn jemand PSG fordern könne, dann seine Mannschaft. Die Spielweise der Pariser beschrieb er bildhaft als einen Sturm, der auf einen zurolle.

Auch Sportvorstand Max Eberl äußerte sich vor dem Abflug nach Frankreich sachlich zur Sperre des Trainers. Natürlich sei es bitter, weil Kompany viel lieber unten an der Linie stehen würde als oben auf der Tribüne. Die Situation sei aber nun einmal gegeben, und der Verein habe sie akzeptiert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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