Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat den früheren Münchner Trainer Thomas Tuchel erneut deutlich kritisiert. Im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte der 74-Jährige, Tuchel habe bei schwachen Auftritten selten die eigene Arbeit hinterfragt. Stattdessen habe er die Verantwortung häufig bei der Mannschaft gesucht. Den aktuellen Bayern-Coach Vincent Kompany stellte Hoeneß dagegen als Trainer dar, der „jeden Spieler besser“ mache.
Nach Hoeneß‘ Darstellung habe Tuchel während seiner Zeit beim FC Bayern mehrfach Zweifel an einzelnen Spielern geäußert. So soll er unter anderem den rechten Verteidiger kritisch gesehen, Joshua Kimmich nicht besonders hoch eingeschätzt und Ryan Gravenberch, der inzwischen für Liverpool spielt, wenig zugetraut haben. Auch eine Bemerkung über Josip Stanisic, den Tuchel gefragt haben soll, ob er Deutsch könne, obwohl dieser in Deutschland geboren wurde, führte Hoeneß als Beispiel an. Solche Aussagen seien aus seiner Sicht nicht akzeptabel und zeigten den klaren Unterschied zu Kompany.
Tuchel war im März 2023 überraschend als Nachfolger von Julian Nagelsmann verpflichtet worden. Am Ende jener Saison gewann Bayern noch die deutsche Meisterschaft. Im Februar 2024 vereinbarten Verein und Trainer dann die Trennung zum Saisonende, auch wenn die Münchner später nochmals versucht hatten, ihn zum Weitermachen zu bewegen. Mittlerweile ist der 52-Jährige Nationaltrainer Englands und führte das Team erfolgreich zur Weltmeisterschaft.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion