Am Vortag der angekündigten Sperre am Brenner ist das zunächst befürchtete Verkehrschaos in Tirol vorerst ausgeblieben. Nach Angaben des österreichischen Autobahnbetreibers Asfinag war das Verkehrsaufkommen zwar hoch, der Verkehr lief jedoch zunächst weiter.
In den frühen Morgenstunden hatte sich auf der Brennerroute zwischen Italien und Deutschland ein rund zehn Kilometer langer Stau gebildet. Dieser löste sich später wieder auf. Am Nachmittag kam es dann ab der Mautstelle Schönberg in Richtung Innsbruck erneut zu stockendem Verkehr, wie der österreichische Verkehrsclub ÖAMTC mitteilte.
Auch bei der Ausreise aus Tirol in Richtung Bayern mussten Autofahrer mit Verzögerungen rechnen. Vor dem Grenzübergang Kiefersfelden entstand laut ÖAMTC ein Rückstau, der etwa 25 Minuten Zeitverlust verursachte.
Viele ziehen ihre Fahrt vor
Auf italienischer Seite meldete die Verkehrsmeldezentrale in Südtirol zwischenzeitlich einen Lkw-Stau auf der Brennerautobahn A22 ab Sterzing. Ursache war eine Überlastung der Strecke. Offenbar hatten zahlreiche Reisende ihre Fahrten vorverlegt, um die angekündigte Blockade am Samstag zu umgehen. Die Behörden rieten deshalb, auf nicht notwendige Fahrten möglichst zu verzichten.
Hintergrund ist eine Demonstration gegen die hohe Verkehrsbelastung entlang der Brennerroute. Deshalb wird der Transitverkehr auf der Brennerautobahn am Samstag für mehrere Stunden unterbrochen. Von 11 bis 19 Uhr bleibt der Brennerpass, die wichtigste Straßenverbindung zwischen Österreich und Italien, vollständig gesperrt. Auch Ausweichmöglichkeiten über die Bundesstraße und Nebenrouten stehen dem Transitverkehr in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung.
Auf italienischer Seite gelten die Einschränkungen bereits von 10.30 bis 20 Uhr. Für Lastwagen wird die Durchfahrt über den Alpenpass sogar schon einige Stunden früher gestoppt. Die Behörden rechnen mit erheblichen Verkehrsproblemen und empfehlen, Tirol am Samstag weiträumig zu meiden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion