Mehr als 60 Einbrüche in Oberfranken: Sechs Verdächtige angeklagt
In Oberfranken haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine mutmaßliche Einbrechergruppe ermittelt, die für mehr als 60 Einbrüche und Diebstähle verantwortlich sein soll. Nach Angaben der Behörden wurden dabei unter anderem Fahrräder, Werkzeuge, Kleidung, Porzellan, Alkohol und Schokolade im Gesamtwert von über 50.000 Euro gestohlen. Die Staatsanwaltschaft Hof hat inzwischen gegen sechs Männer Anklage erhoben. Fünf von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft.
Der Fall nahm Anfang Mai nach einem Einbruch in Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Fahrt auf. Dort nahm eine Polizeistreife drei Tatverdächtige noch direkt am Einsatzort fest, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Noch am selben Tag wurden in der Nähe zwei weitere Männer aufgegriffen. Sie sollen mutmaßlich Beute abgeholt haben, die aus Einbrüchen in der Nacht zuvor stammte.
Ermittlungen weiten sich deutlich aus
Zu Beginn waren den Beschuldigten 14 mögliche Taten zugerechnet worden. Im Verlauf der Ermittlungen stieg diese Zahl jedoch auf mehr als 60 an. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten es die Verdächtigen vor allem auf Kellerabteile, Garagen, Container und Vereinsheime abgesehen, die sie teilweise gewaltsam öffneten.
Allein durch die Beschädigungen soll zwischen Dezember 2025 und Mai ein Sachschaden von rund 15.000 Euro entstanden sein.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen identifizierten die Behörden zudem einen sechsten Tatverdächtigen. Den Männern wird vorgeworfen, in wechselnder Besetzung als Bande immer wieder Einbrüche und Diebstähle begangen zu haben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber