Bayern

Dreister Betrug: Falsche Polizisten plündern Senioren

Ein Anruf, ein falscher Polizist – und plötzlich sind Hunderttausende weg: So lockten Betrüger Senioren in Bayern in die Falle.

29.05.2026, 13:04 Uhr

Telefonbetrüger haben in Bayern mit den bekannten Maschen falscher Polizeibeamter und eines Schockanrufs in zwei Fällen hohe Beute gemacht. In München und im mittelfränkischen Schwabach händigten die Geschädigten jeweils Wertgegenstände im sechsstelligen Umfang aus.

In München fiel ein Mann über 80 Jahren auf die Täter herein. Nach Angaben der Polizei wurde ihm am Telefon vorgetäuscht, bei der Festnahme von zwei Verdächtigen sei ein Zettel mit seinem Namen entdeckt worden. Deshalb müssten seine Wertsachen angeblich vorsorglich gesichert werden.

Der Senior übergab daraufhin Bargeld, Schmuck und Goldmünzen im Gesamtwert von etwa 120.000 Euro an einen Abholer. Misstrauisch wurde er laut Polizei erst, als ein weiterer angekündigter Beamter nicht auftauchte. Dieser sollte ihn angeblich zu einer Vernehmung mitnehmen. Die unmittelbar eingeleitete Suche nach den Tätern blieb ohne Erfolg.

Schockanruf in Schwabach

Ein vergleichbarer Betrugsfall ereignete sich im Schwabacher Stadtteil Forsthof. Dort erhielt eine 86 Jahre alte Frau einen sogenannten Schockanruf. Die Anrufer behaupteten, ein naher Verwandter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haft zu verhindern, müsse umgehend eine Kaution bezahlt werden.

Die Frau kam der Forderung nach und übergab einer unbekannten Abholerin Wertsachen in sechsstelliger Höhe. Auch in diesem Fall verlief die sofort gestartete Fahndung erfolglos, die Tatverdächtigen konnten entkommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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