Bayern

199 Tage Klangprogramm: Landesausstellung rückt Bayerns Musik in den Mittelpunkt

Von Mittelalter-Klängen bis Rock-Ikonen am Faden - in Freyung erleben Besucher Musikgeschichte für alle Sinne und werden zum Selbermachen animiert. Denn: Musik aus Bayern ist viel mehr als Rum-ta-ta.

21.04.2026, 15:52 Uhr

Die diesjährige Bayerische Landesausstellung in Freyung will nicht nur mit Exponaten beeindrucken, sondern vor allem hörbar werden: Für jeden der 199 Ausstellungstage ist Live-Musik geplant. Das passt zum Thema der Schau, die vom 25. April bis 8. November unter dem Titel „Musik in Bayern“ stattfindet.

Weit mehr als Volksmusik

Im Fokus steht nicht allein die Blasmusik. Die Ausstellung spannt den Bogen von Volksmusikensembles über Pop- und Rockgruppen bis hin zu traditionsreichen Klangkörpern wie den Regensburger Domspatzen. Auch internationale Künstlerinnen und Künstler, die regelmäßig im Freistaat auftreten, finden ihren Platz in der Präsentation.

Rolling Stones in bayerischer Variante

Zu den prominenten Namen gehören auch die Rolling Stones, die in München bereits im vergangenen Jahrhundert mit Konzerten im Circus Krone, in der Olympiahalle und im Olympiastadion für Aufsehen sorgten. In Freyung erscheinen sie jedoch in einer besonderen, regionalen Version: Vertreten wird die Band um Mick Jagger durch Marionetten der Augsburger Puppenkiste.

Richard Loibl, Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, betonte, Musik sei in Bayern fester Bestandteil des Alltags. Sie diene der Repräsentation und werde auch politisch genutzt. Zudem verwies er darauf, dass die Verbindungen zu britischen Weltstars wie den Stones oder den Beatles nicht nur über Gastspiele bestünden. Teilweise hätten diese Musiker ihre Instrumente auch von Herstellern aus Bayern bezogen.

Reise durch Bayerns Musikgeschichte

Die Ausstellung versteht sich als musikalische Zeitreise durch Bayern – von den Jahrhunderten seit dem Mittelalter bis in die Gegenwart. Geplant sind zahlreiche Hörstationen, räumliche Klanginszenierungen und Mitmach-Angebote. Die Besucherinnen und Besucher sollen nicht nur zuhören, sondern auch selbst ihre musikalische Seite entdecken.

Nach Einschätzung der Veranstalter bleibt Musik unabhängig von ihrem Alter aktuell: Ob ein Stück vor 500 Jahren oder erst vor fünf Jahren entstanden sei – es gehöre zum Klang der Gegenwart.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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