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BlaBlaCar stellt Fernbusgeschäft ein

Das französische Unternehmen BlaBlaCar zieht sich aus dem Fernbusgeschäft zurück. Gründe sind wirtschaftliche Probleme und starke Konkurrenz.

21.04.2026, 17:58 Uhr

Der französische Anbieter BlaBlaCar beendet in naher Zukunft sein nationales und internationales Fernbusnetz. Das Unternehmen begründete die Entscheidung in Paris mit strukturellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und dauerhaft hohen Verlusten. In einem stark umkämpften Markt und bei steigenden Kosten sei ein profitabler Betrieb nicht mehr möglich gewesen. In Frankreich bleibt damit Flixbus als einziger Fernbusanbieter übrig.

Bis die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen sind, sollen die Busverbindungen zunächst weiter angeboten werden. Unmittelbar betroffen sind nach Unternehmensangaben 40 Beschäftigte. Der eigentliche Betrieb der Buslinien wird allerdings von Partnerfirmen übernommen. Von Paris aus bediente BlaBlaCar Bus in Deutschland unter anderem Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München und Frankfurt. Zudem gab es mehrere Verbindungen innerhalb Deutschlands.

Als Mitfahrplattform und als Vermittler von Bustickets anderer Anbieter will BlaBlaCar weiterhin aktiv bleiben. Den bisherigen Partnerunternehmen wurde angeboten, die bislang unter der Marke BlaBlaCar betriebenen Strecken künftig in eigener Verantwortung fortzuführen.

In das Fernbusgeschäft war BlaBlaCar 2019 durch die Übernahme der Buslinien der französischen Staatsbahn SNCF eingestiegen. Inzwischen setzt die Bahn die Fernbusanbieter in Frankreich mit neuen Zugangeboten verstärkt unter Druck. Neben den schnellen, oft teuren TGV-Verbindungen bietet die SNCF auf stark nachgefragten Strecken wieder klassische, langsamere Fernzüge an, für die Tickets zu besonders günstigen Preisen erhältlich sind.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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