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Unglaublicher Wandel: Aus dieser Kirche wird jetzt eine Kletterhalle

Leere Kirchenbänke, immer weniger Gläubige: Trotz fusionierter Gemeinden bleiben viele Gottesdienste schwach besucht. Jetzt reagiert das Bistum Würzburg mit einem Schritt, der für viel Aufmerksamkeit sorgen dürfte.

23.04.2026, 14:25 Uhr

Boulderhalle zieht in Würzburger Kirche ein

In Würzburg entsteht bald ein ungewöhnlicher Ort für Sport und Begegnung: In die katholische Kirche Sankt Andreas im Stadtteil Sanderau sollen eine Kletter- und Boulderhalle, ein Café sowie ein Raum für Yoga einziehen. Das teilten das Bistum Würzburg und die künftigen Betreiber mit.

Für beide Seiten bringt das Projekt Vorteile. Die Betreiber der bisherigen Boulderhalle standen nach einer fristlosen Kündigung ihres bisherigen Standorts und einem anschließenden Rechtsstreit seit Monaten unter Druck. Das Bistum wiederum suchte nach einer Möglichkeit, die Gebäude trotz knapper Finanzen und fehlender personeller Mittel weiter zu erhalten und zu nutzen. Nach eigenen Angaben prüft das Bistum Würzburg insgesamt für rund 80 Kirchen neue Nutzungskonzepte.

Eröffnung im kommenden Jahr vorgesehen

Die neue „Kletter-Kirche“ soll bereits im nächsten Jahr eröffnen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gotteshaus zuvor profaniert, also offiziell entwidmet wird. Das benachbarte Pfarrheim bleibt teilweise in kirchlicher Nutzung, etwa für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit. Geplant ist zudem, alle baulichen Veränderungen so umzusetzen, dass sie später wieder rückgängig gemacht werden können.

Ähnliche Konzepte gibt es bereits anderswo

Dass leerstehende Kirchen für andere Zwecke verwendet werden, ist nicht neu. Immer wieder werden sie etwa zu Veranstaltungsorten, Galerien oder Räumen für kulturelle Angebote umgewandelt. Eine Kirche in Bayern, in der künftig gebouldert werden kann, dürfte jedoch ein Novum sein. Vergleichbare Projekte gibt es bereits in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen sowie in Bad Orb in Hessen. Auch das Bistum Mainz ist auf der Suche nach einer ähnlichen Lösung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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