Die Umweltorganisation Greenpeace sieht in der aktuellen Lage des Buckelwals vor Poel eine massive Belastung für das Tier. Ein Sprecher erklärte, der Wal sei in den vergangenen Jahren ohne Kontakt zu Menschen ausgekommen und sehe sich nun fortlaufend mit Aktivitäten in seiner Umgebung konfrontiert. Nach den Ereignissen der letzten Tage müsse sich das Tier zunächst erholen, sei zugleich aber weiterhin dem Lärm der Bootsmotoren ausgesetzt. Aus Sicht von Greenpeace ist die Stresssituation für den Meeressäuger daher äußerst hoch.
Geschwächt oder orientierungslos?
Am Morgen hatte sich der Wal wieder in Bewegung gesetzt. Dabei änderte er mehrfach seine Schwimmrichtung. Auf der einen Seite lag Kirchdorf am Ende der Bucht, auf der anderen der Weg zurück in die Ostsee. Schließlich wurde das Tier von Booten in die richtige Richtung gelenkt und schwamm zunächst weiter, ehe es am Ende der sogenannten Kirchsee-Bucht für längere Zeit stehenblieb.
Beobachter vermuten, dass das Hin und Her am Morgen darauf hindeuten könnte, dass der Buckelwal geschwächt ist und deshalb die Nähe zur Küste sucht. Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass das Tier die Orientierung verloren hat und den Weg zurück ins offene Meer nicht mehr eindeutig findet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion