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Dengue-Alarm in Florida: So schlimm wie seit Jahrzehnten

Dengue-Schock in Florida: So viele lokale Fälle wie seit Jahrzehnten nicht – sogar ein Todesfall alarmiert die Behörden.

13.10.2026, 04:00 Uhr

Florida verzeichnet derzeit einen ungewöhnlich starken Anstieg von Denguefieber-Fällen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden in diesem Jahr bereits mehr als 500 Infektionen erfasst. Rund 280 davon seien demnach vor Ort übertragen worden, während sich die übrigen Betroffenen auf Reisen angesteckt hätten.

Besonders viele Fälle treten in der Gegend um die Metropole Tampa auf. Dort starb im September auch eine ältere Frau infolge einer Dengue-Infektion. Mehrere Gemeinden in der Region verhängten deshalb den Notstand.

Dengue ist auch als „Knochenbrecherkrankheit“ bekannt

Denguefieber wird durch bestimmte Stechmücken übertragen und kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Wegen der teils heftigen Schmerzen wird die Krankheit umgangssprachlich auch „Knochenbrecherkrankheit“ genannt. Typische Symptome sind hohes Fieber, Übelkeit sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen. In den meisten Fällen heilt die Infektion ohne dauerhafte Schäden aus, doch manchmal entwickelt sich ein schwerer und potenziell lebensgefährlicher Verlauf.

Lokale Dengue-Infektionen sind in Florida zwar nicht neu, das aktuelle Ausmaß ist jedoch außergewöhnlich. Der bisherige Höchststand wurde 2023 mit knapp 200 Fällen verzeichnet.

Da sich die Lebensräume der übertragenden Mücken zunehmend ausweiten, werden auch außerhalb der Tropen und Subtropen mehr lokale Ansteckungen registriert. In Europa meldeten nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC in diesem Jahr bislang Italien und Frankreich entsprechende Fälle.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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