Wirtschaft

Mercedes schwächelt – doch diese Hoffnung überrascht

China bremst Mercedes brutal aus – doch ausgerechnet ein Boom bei E-Autos macht dem Autobauer plötzlich wieder Hoffnung.

07.10.2026, 11:09 Uhr

Mercedes verkauft im dritten Quartal weniger Autos – China bleibt das Sorgenkind

Mercedes-Benz hat im dritten Quartal erneut einen Dämpfer im Pkw-Geschäft hinnehmen müssen. Nach Angaben des Unternehmens aus Stuttgart wurden weltweit 407.200 Fahrzeuge verkauft. Das sind acht Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Außerhalb Chinas konnte der Konzern den Absatz dagegen leicht steigern und legte um ein Prozent zu.

Besonders belastend bleibt für Mercedes der schwache chinesische Markt. Dort brachen die Verkäufe um 31 Prozent ein. Als Gründe nennt der Hersteller ein weiterhin schwieriges Umfeld im Pkw-Segment sowie einen harten Wettbewerb.

Deutliches Plus bei Elektroautos

Positiver entwickelte sich das Geschäft mit vollelektrischen Fahrzeugen. In diesem Bereich erreichte Mercedes im dritten Quartal mit weltweit 68.400 verkauften Autos einen neuen Bestwert. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Zuwachs von 61 Prozent.

In Europa fiel das Wachstum noch stärker aus: Hier stieg der Absatz reiner E-Autos um 78 Prozent. Nach Unternehmensangaben ist damit inzwischen jedes dritte in Europa verkaufte Mercedes-Benz-Modell ein vollelektrisches Fahrzeug. Vertriebschef Mathias Geisen sprach von einer laufenden Modelloffensive, die nun Wirkung zeige.

Absatz seit Jahren unter Druck

Die Pkw-Verkäufe der Marke mit dem Stern stehen schon länger unter Druck. 2023 bewegte sich der Absatz auf dem Niveau des Vorjahres, 2024 lag er drei Prozent darunter. Im vergangenen Jahr setzte Mercedes etwas mehr als 1,8 Millionen Pkw ab – neun Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Mittelfristig will der Konzern mit seiner Pkw-Sparte wieder auf rund zwei Millionen verkaufte Fahrzeuge kommen. Einen konkreten Zeitpunkt für dieses Ziel nennt Mercedes bislang nicht. Klar sei nur, dass es nicht schon 2027 erreicht werden soll, sondern erst vor dem Ende des Jahrzehnts.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen