Fußball

Wück enthüllt: Kein Fußballer ist so beidfüßig wie Bühl

Linker Fuß? Kein Problem! Klara Bühl glänzt gegen Japan – und ihr Trainer zieht danach einen erstaunlichen Vergleich.

14.10.2026, 04:56 Uhr

Wück adelt Bühl nach Sieg gegen Japan

Nach dem 2:1-Erfolg der deutschen Fußballerinnen im Test gegen Asienmeister Japan fand Bundestrainer Christian Wück große Worte für Klara Bühl. Der 53-Jährige betonte, er kenne keinen männlichen Fußballprofi, der so stark mit beiden Füßen sei wie die Offensivspielerin.

Wück hob besonders Bühls Tempo, ihre Robustheit in Zweikämpfen und ihren Einsatz gegen den Ball hervor. Genau diese Eigenschaften zeichneten besondere Spielerinnen aus, erklärte er. Die Bayern-Angreiferin hatte den Siegtreffer am Dienstagabend im Bremer Weserstadion mit dem eigentlich schwächeren linken Fuß erzielt.

31. Länderspieltor beim 80. Einsatz

Trotz ihrer auffälligen Vorstellung wollte sich Bühl selbst nicht die Bestnote geben. Auf die Frage, wie sie ihre Leistung mit Tor in der 73. Minute und einer Vorlage zum zwischenzeitlichen Ausgleich bewerten würde, sagte die 25-Jährige, eine 10 von 10 sei im Fußball kaum erreichbar. Deshalb sehe sie sich eher bei einer 7 oder 7,5.

Zur Begründung sagte sie, dass vieles gut gewesen sei, sie aber erneut zwei oder drei Möglichkeiten liegen gelassen habe. Für Bühl war es im 80. Länderspiel bereits der 31. Treffer. Für Wück ist sie längst eine Spielerin von Weltklasseformat.

Linda Dallmann hatte in der 28. Minute das 1:1 erzielt. Zuvor war Japan durch Momoko Tanikawa schon in der 15. Minute in Führung gegangen. Tanikawa steht wie Bühl und Dallmann beim FC Bayern unter Vertrag.

Tunnel an der Eckfahne sorgt für Applaus

Für zusätzlichen Szenenapplaus sorgte eine Aktion von Bühl an der Eckfahne, als sie ihrer Gegenspielerin den Ball durch die Beine spielte. Die Flügelspielerin sagte später mit einem Lächeln, dass ihr diese Szene selbst im Gedächtnis bleiben werde. Sie hoffe, den Clip in den sozialen Netzwerken zu finden, um ihn weiterzuverbreiten.

Bei der Bewertung des gesamten Teams zeigte sich Bühl etwas kritischer. Die DFB-Auswahl habe sie nach eigener Einschätzung bei etwa 6,57 gesehen. Zwar erkenne sie noch Luft nach oben, zugleich wisse die Mannschaft aber auch, von welchem Punkt sie komme. Das Team habe sich eine gute Basis erarbeitet, sagte Bühl, fügte jedoch an, dass sie grundsätzlich immer noch mehr wolle.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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