DFB-Sportgericht senkt Strafen für Bayern und Stuttgart nach Pyrotechnik im Pokalfinale
Die Geldstrafen gegen den FC Bayern München und den VfB Stuttgart wegen des umfangreichen Einsatzes von Pyrotechnik im DFB-Pokalfinale sind nachträglich reduziert worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes setzte die Sanktionen nach Einsprüchen der beiden Vereine herab.
Ursprünglich sollten beide Clubs jeweils 260.000 Euro zahlen. Nun muss der VfB Stuttgart 200.000 Euro entrichten, während auf den FC Bayern 170.000 Euro entfallen. Wie der DFB mitteilte, darf jeweils ein Drittel der Summe für vereinseigene Maßnahmen zur Sicherheit oder Gewaltprävention eingesetzt werden.
Entscheidung im schriftlichen Verfahren
Nach Angaben des Verbandes fiel die neue Entscheidung im schriftlichen Verfahren, nachdem beide Bundesligisten gegen das Urteil von Mitte Juli Einspruch eingelegt hatten. Warum das Strafmaß gesenkt wurde, erläuterte der DFB in seiner Mitteilung nicht.
Gegen den aktuellen Beschluss können beide Vereine innerhalb von einer Woche noch Berufung beim DFB-Bundesgericht einlegen.
Spielunterbrechung wegen starker Rauchentwicklung
Beim Pokalfinale Ende Mai in Berlin hatten die Anhänger beider Teams laut früheren DFB-Informationen jeweils rund 300 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Durch die starke Rauchentwicklung musste die Partie in der 55. Minute für drei Minuten unterbrochen werden.
Das Endspiel gewann der FC Bayern München mit 3:0.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber