Fußball

Nach Super-League-K.o.: Real schnappt sich deutschen Boss

Super League gescheitert – und jetzt holt Real Madrid ausgerechnet das deutsche Gesicht des umstrittenen Projekts.

16.10.2026, 08:51 Uhr

Nach dem endgültigen Scheitern der Super League wechselt deren bisheriger Deutschland-Manager zu Real Madrid. Bernd Reichart, zuletzt Geschäftsführer des Sportprojektentwicklers A22, soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beim spanischen Rekordmeister den Vorstandsposten für die operative Geschäftsführung übernehmen. Zuvor hatten bereits die Zeitungen AS und Marca darüber berichtet.

Reichart galt als wichtigstes öffentliches Gesicht der Bemühungen um einen Wettbewerb, der als Alternative zur Champions League gedacht war und von der UEFA stark kritisiert wurde. Der erste Vorstoß für die Super League hatte vor mehr als fünf Jahren international für Wirbel gesorgt. Das Konzept sah ein weitgehend geschlossenes Teilnehmerfeld ohne sportliche Qualifikation vor. Nach massiven Protesten von Fans zogen sich jedoch mehrere englische Clubs rasch zurück.

Super League seit Februar endgültig beendet

Unter Reicharts Führung bei A22 hatten Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin im Oktober 2022 einen neuen Versuch gestartet, das Projekt wiederzubeleben. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit der UEFA blieb zu Beginn dieses Jahres nur noch Real Madrid als Unterstützer übrig. Im Februar legten der europäische Verband und die Madrilenen ihren Streit schließlich bei, womit das Thema Super League endgültig beendet war.

Reichart war zuvor von 2019 bis 2021 Geschäftsführer der Mediengruppe RTL Deutschland.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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