Fußball

Kompany spielt Kimmich-Wirbel als «Mini-Debatte» runter

Mini-Debatte oder großes Kimmich-Problem? Warum Kompany bei der DFB-Aufregung um den Bayern-Star völlig cool bleibt.

08.10.2026, 06:54 Uhr

Kompany hält Kimmich-Debatte für überzogen

Vincent Kompany misst der Diskussion um Joshua Kimmichs Rolle in der deutschen Nationalmannschaft keine große Bedeutung bei. Der Trainer des FC Bayern bezeichnete die Debatte im Gespräch mit RTL und Sky als unnötig aufgebauscht und erklärte, er halte sich aus solchen kleineren Streitfragen lieber heraus.

Aus seiner Sicht hat die Diskussion keinerlei Auswirkungen auf den FC Bayern. Vielmehr sei es eher so, dass die Nationalmannschaft von Entwicklungen in den Vereinen beeinflusst werde als umgekehrt.

Konkurrenz im Mittelfeld wächst

Kimmich gehörte bei den Partien gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) nicht zum Aufgebot. Zuvor war der 31-Jährige lediglich bei den ersten Länderspielen unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp berücksichtigt worden – beim 1:1 gegen die Niederlande sowie bei der 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland.

Beim Sieg gegen Serbien überzeugte das DFB-Team mit einem neu zusammengestellten Mittelfeld. Besonders das Bayern-Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof harmonierte gemeinsam mit Florian Wirtz und trug zum ersten Erfolg der Auswahl in München bei.

Ehemalige Nationalspieler sehen Kimmich gefordert

Lothar Matthäus und Oliver Kahn hatten zuletzt den Eindruck geäußert, dass Kimmichs Stellung im Team nicht mehr unangreifbar sei. Kahn sagte, er glaube, dass der Bayern-Profi aktuell keinen absolut sicheren Stammplatz mehr habe.

Auch Matthäus betonte, dass sich Kimmich wie alle anderen Spieler immer wieder neu beweisen müsse. Wenn er seine Leistung bringe, sei er selbstverständlich gesetzt. Sollten jedoch Pavlovic, Bischof oder andere Akteure auf seiner Position stärker auftreten und Klopp von ihnen überzeugt sein, könne es für Kimmich schwierig werden. Zugleich verwies Matthäus darauf, dass Kimmich in Amsterdam überzeugt habe und für ihn dort der beste deutsche Feldspieler gewesen sei. Deshalb halte er die aktuelle Diskussion für übertrieben.

Michael Ballack bewertete Klopps Entscheidung ebenfalls nicht als Schwächung des Mittelfeldspielers. Allerdings verwies auch er darauf, dass andere Spieler im Konkurrenzkampf schnell an Kimmich vorbeiziehen könnten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen