Nürnberg vor kniffliger Aufgabe in Cottbus
Nach dem turbulenten 4:4 gegen den VfL Wolfsburg wartet auf den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga direkt die nächste anspruchsvolle Partie. Am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) gastiert der FCN bei Aufsteiger Energie Cottbus. Trotz der Außenseiterrolle der Gastgeber mahnte Trainer Miroslav Klose sein Team zur Vorsicht.
Für Klose ist die Reise in die Lausitz auch persönlich besonders. Mit Energie Cottbus verbindet ihn bis heute eine Episode aus seiner aktiven Karriere: Im März 2001 sah er als junger Profi des 1. FC Kaiserslautern nach einem Revanchefoul die einzige Rote Karte seiner Laufbahn. Rückblickend sagte der frühere Nationalstürmer, das habe nicht zu seinen Werten gepasst, zugleich habe er daraus sehr viel gelernt. In den folgenden 17 Jahren sei ihm so etwas nicht mehr passiert.
Mehr als 25 Jahre später ist Klose nun erstmals als Trainer in Cottbus gefordert. Mit Nürnberg will er beim Aufsteiger bestehen und den Platz in der Spitzengruppe festigen.
Mentale Herausforderung bei "gewisser Euphorie"
Klose sieht in der Begegnung eine besonders schwere Prüfung. Vor der Reise nach Brandenburg machte der Nürnberger Coach deutlich, dass womöglich eines der schwierigsten Spiele auf seine Mannschaft zukommt.
Vor allem mental werde die Partie eine Herausforderung, betonte der Ex-Profi. Nürnberg habe die Erwartungen durch die bisherigen Auftritte selbst hochgeschraubt. Die Messlatte liege weiter hoch, und nun wolle jeder Gegner den Club schlagen. Darauf müsse seine Mannschaft vorbereitet sein.
Mit einem Erfolg könnten die bislang ungeschlagenen Nürnberger ihren zweiten Tabellenplatz hinter Hertha BSC, das ebenfalls am Freitag spielt, festigen und ihre Ambitionen untermauern. Über den Aufstieg wird beim FCN zwar offiziell noch nicht gesprochen, eine gewisse Euphorie rund um das Team wollte Klose aber nicht leugnen.
Klose fordert vollen Einsatz
Nun gelte es, das Niveau weiter zu bestätigen. Klose forderte, dass seine Mannschaft an jedem Spieltag liefern müsse. Cottbus erwartet er als gute und zielstrebige Mannschaft. Um dort zu bestehen, brauche es viel Intensität und Energie – keinen Deut weniger als in der starken zweiten Halbzeit gegen Wolfsburg.
Gegen den ambitionierten Gegner aus Niedersachsen hatte Nürnberg nach einem 0:2 zur Pause zunächst auf 3:2 gedreht. In einer wilden Nachspielzeit mit mehreren späten Treffern reichte es nach dem zwischenzeitlichen 4:3 am Ende dennoch nur zu einem 4:4.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber