Fußball

Klose vor Topduell: Braucht Nürnberg jetzt ein Wunder?

44.000 unter Flutlicht, Wolfsburg kommt: Zieht Nürnberg wirklich davon? Klose verrät, worauf es im Topspiel ankommt.

08.10.2026, 14:15 Uhr

Nürnberg fiebert dem Topspiel unter Flutlicht entgegen

Der 1. FC Nürnberg blickt mit viel Zuversicht auf das Spitzenspiel der 2. Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg. Für Trainer Miroslav Klose ist das Heimspiel am Samstagabend (20.30 Uhr bei Nitro und Sky) ein besonderer Härtetest: Flutlicht, TV-Primetime und ein mit voraussichtlich rund 44.000 Zuschauern nahezu ausverkauftes Max-Morlock-Stadion sorgen für einen großen Rahmen nach der Länderspielpause.

Klose machte vor der Partie deutlich, dass seine Mannschaft gute Chancen hat, wenn sie vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff konzentriert und konsequent arbeitet. Sein Ziel ist es, den starken September auch gegen einen der großen Aufstiegsfavoriten zu bestätigen.

Acht Punkte Vorsprung wären möglich

Die Franken gehen als Tabellenzweiter in die Begegnung und sind gemeinsam mit Spitzenreiter Hertha BSC weiterhin das einzige ungeschlagene Team der Liga. Mit einem Erfolg könnte Nürnberg den Vorsprung auf Bundesliga-Absteiger Wolfsburg auf acht Punkte ausbauen.

Klose sagte, es wäre zwar schön, einen direkten Konkurrenten früh in der Saison etwas auf Distanz zu halten. Vorrang habe dieser Gedanke für ihn aber nicht. Er rechnet weiterhin fest damit, dass Wolfsburg bis zum Ende im Aufstiegsrennen mitmischen wird – genau wie der Club selbst.

Klose hält die Einstufung als Topspiel für verdient

Mit fünf Siegen und einem Unentschieden hat sich Nürnberg bislang stark präsentiert. Der Club stellt aktuell die zweitbeste Offensive und zugleich die zweitbeste Defensive der 2. Liga.

Dass die Begegnung als Topspiel angesetzt wurde, kommt für Klose daher nicht überraschend. Mit Blick auf die ersten sechs Saisonspiele und die Qualität beider Mannschaften hält er diese Einordnung für absolut gerechtfertigt.

FCN-Abwehr vor ernstem Prüfstein

Wolfsburg reist ebenfalls mit Selbstvertrauen an. Auf das klare 5:1 gegen Darmstadt folgte in der Länderspielpause ein weiteres 4:1 im Test gegen Havelse. Klose lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und verweist darauf, dass es für Gegner bislang äußerst schwer sei, gegen Nürnberg Tore zu erzielen.

Gerade deshalb wird das Duell auch zu einem echten Gradmesser für die Defensive der Franken, die sich bisher sehr stabil präsentiert hat.

Zoma kehrt mit zusätzlichem Rückenwind zurück

Offensiv ruhen die Hoffnungen auch auf Mohamed Ali Zoma, der in der Länderspielpause ein besonderes Erlebnis hatte. Der Angreifer wurde erstmals für Italiens Nationalmannschaft nominiert, kam dort sogar zum Einsatz und erhielt anschließend auch noch Lob von Trainerlegende Fabio Capello.

Klose zeigte sich nach Zomas Rückkehr angetan vom Eindruck seines Stürmers. Der Trainer hofft, dass der Offensivmann das neu gewonnene Selbstvertrauen nun auch im Club-Trikot auf den Platz bringt und nach seinem Italien-Erlebnis noch einmal nachlegen will.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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