Jürgen Klopp hat in der Diskussion um die Bedeutung von Joshua Kimmich für die deutsche Nationalmannschaft einen Schlussstrich unter weitere Debatten gezogen.
Vor dem Nations-League-Spiel am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Thessaloniki gegen Griechenland sagte der Bundestrainer auf der Pressekonferenz, er könne die Frage kaum so beantworten, dass daraus nicht wieder neue Schlagzeilen entstünden. Deshalb wolle er sich dazu offiziell nicht weiter äußern. Klar stellte der 59-Jährige dennoch: Er sei froh, dass Kimmich Teil der Nationalmannschaft sei – genauso wie alle anderen Spieler im Kader.
Der 31 Jahre alte Kimmich gehört in Thessaloniki erneut nicht zum Aufgebot. Nach seinen Einsätzen in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und gegen Griechenland in Deutschland (0:1) wurde er für Klopps zweiten Kader nicht berücksichtigt.
Zuletzt hatte die DFB-Auswahl mit einem neu zusammengestellten Mittelfeld überzeugt. Beim 2:0 in München gegen Serbien gelang mit dem Bayern-Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz der erste Sieg unter Klopp.
Klopp setzt auf mehr Optionen im Zentrum
Rückblickend auf das Serbien-Spiel lobte Klopp besonders die Leistung im Mittelfeld. Dort habe die Mannschaft sehr stark gespielt. Zum Beginn seiner Amtszeit gehe es ihm darum, verschiedene personelle Möglichkeiten auszuprobieren und zusätzliche Alternativen zu entwickeln.
Klopp machte deutlich, dass eine Nationalmannschaft nicht von nur wenigen Akteuren im Zentrum abhängig sein dürfe. Schließlich sei kein Spieler dauerhaft fit, in Topform und ständig gesetzt – weder im Nationalteam noch im Verein.
Aus seiner Sicht braucht eine Mannschaft unterschiedliche Spielertypen: Führungspersönlichkeiten, laufstarke Profis, kreative Köpfe und weitere Qualitäten. Insgesamt zeigte sich der Bundestrainer mit der Lage sehr zufrieden. Wer über großes fußballerisches Können verfüge, müsse sich keine Sorgen machen. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben zeigte sich Klopp optimistisch und betonte, dass er sich auf die Zukunft mit der Mannschaft freue.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber