Nach dem torlosen Remis in Griechenland liegt die deutsche Nationalmannschaft in der Nations League weiter nur auf Rang drei der Gruppe 2 in Liga A. Damit befindet sich das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp hinter den Niederlanden und Griechenland, die jeweils acht Punkte gesammelt haben. Deutschland kommt auf fünf Zähler, Serbien ist noch ohne Punkt Tabellenletzter.
Was Deutschland jetzt für das Viertelfinale braucht
Um das anvisierte Viertelfinale doch noch zu erreichen und damit die Chance auf das Finalturnier im Juni 2027 zu wahren, muss die DFB-Auswahl ihre beiden letzten Gruppenspiele möglichst gewinnen: am 13. November in Serbien und am 16. November in Berlin gegen die Niederlande. Ohne zwei starke Auftritte wäre Deutschland zudem auf Schützenhilfe in den Parallelspielen Griechenlands angewiesen.
Selbst zwei Siege garantieren kein Weiterkommen
Doch auch zwei Erfolge würden nicht automatisch für das Weiterkommen reichen. Wenn Mannschaften punktgleich abschließen, zählt zunächst der direkte Vergleich. Danach werden die Tordifferenz und die Anzahl der erzielten Tore aus den direkten Duellen herangezogen. Erst wenn auch dort Gleichstand herrscht, entscheidet die Gesamttordifferenz aus allen Gruppenspielen.
Im direkten Vergleich mit Griechenland hat Deutschland bereits das Nachsehen: Auf die 0:1-Niederlage im ersten Duell folgte nun ein 0:0 in Thessaloniki.
Ein Dreiervergleich könnte alles entscheiden
Denkbar ist dennoch eine Konstellation, in der Deutschland, die Niederlande und Griechenland am Ende jeweils elf Punkte erreichen. Ebenso könnten dann alle drei Teams in den direkten Vergleichen jeweils auf fünf Zähler kommen.

Dieses Szenario würde eintreten, wenn Deutschland gegen Serbien und die Niederlande gewinnt, die Niederlande zuvor Griechenland besiegen und Griechenland anschließend gegen Serbien punktet. Dann könnte am Ende jedes einzelne Tor entscheidend sein. Möglich wäre etwa, dass Deutschland gegen die Niederlande mit mindestens zwei Treffern Unterschied gewinnen müsste.
Klopp schaut noch nicht auf November
Nach dem Rückspiel in Griechenland wollte sich Jürgen Klopp noch nicht mit den letzten beiden Gruppenspielen beschäftigen. Über die Partien im November habe er noch keine Gedanken verschwendet, erklärte der Bundestrainer.
Platz drei hätte weitere Folgen
Sollte Deutschland die Gruppe als Dritter beenden, würde ein Vergleich mit den anderen Drittplatzierten der Liga A folgen. Die zwei besten Gruppendritten wären im März direkt in der Qualifikation zur EM 2028 dabei. Die beiden schwächeren Drittplatzierten müssten dagegen in die Abstiegs-Playoffs gegen einen Gruppenzweiten aus Liga B.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber