Musiala-Ausfall vor Anpfiff nicht durch Vorerkrankung verursacht
Der kurzfristige Ausfall von Jamal Musiala vor dem Nations-League-Start der deutschen Nationalmannschaft in den Niederlanden stand nach Angaben von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht im Zusammenhang mit der bekannten neurologischen Erkrankung des Bayern-Profis. Nach dem 1:1 in Amsterdam erklärte Klopp bei RTL, die Nachricht sei zwar unerfreulich, zugleich aber in gewisser Weise beruhigend, weil es sich um eine gewöhnliche Fußballverletzung handle.
Musiala war ursprünglich für die Startelf vorgesehen, verletzte sich jedoch noch beim Aufwärmen. Klopp sagte, er habe die Szene aus nächster Nähe beobachtet. Mit Blick auf Musialas gesundheitliche Vorgeschichte erklärte der Nationaltrainer, dass trotz der lockeren Art des Spielers natürlich ein gewisser Druck vorhanden sei. Umso wichtiger sei die Erkenntnis, dass diesmal keine Folgen der neurologischen Störung vorlägen, sondern eine Verletzung, wie sie im Fußball eben vorkommen könne. Klopp wertete das auch als eine Art Rückkehr zur Normalität.
Auch Havertz muss angeschlagen raus
Musiala war in der Saisonvorbereitung in den Partien gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim auf dem Platz zusammengebrochen. Anschließend wurde bekannt, dass er an einer neurologischen Dysfunktion leidet, die zeitweise zu sogenannten Absencen führen kann.
Nicht nur Musiala bereitete Sorgen: Auch Kai Havertz zog sich eine Verletzung zu. Der Arsenal-Profi griff sich kurz vor seiner Auswechslung nach etwa einer halben Stunde an den Oberschenkel. Klopp äußerte die Hoffnung, dass beide Spieler zwar vorerst ausfallen könnten, jedoch keine schwerwiegenden Blessuren davongetragen haben und bald wieder zur Verfügung stehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber