Fußball

Hainers klare Worte zu Neuer, Kane und Olise

Kane, Olise, Neuer: Was Bayern-Boss Hainer jetzt verrät – und warum sein Urteil nach Neuers Patzer überrascht.

11.10.2026, 11:58 Uhr

Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Manuel Neuer nach dessen folgenschwerem Fehler beim 2:2 gegen den FC Augsburg ausdrücklich verteidigt. Zugleich traut er Jonas Urbig eine große Zukunft zu – sowohl beim FC Bayern als auch im DFB-Team. Bei Bild TV sagte Hainer, er sei überzeugt, dass Urbig eines Tages die Nummer eins in Deutschland werde und diese Rolle auch in München übernehmen könne. Den Übergang sowie Neuers letzte Saison wolle der Verein gut begleiten.

Neuer hatte in Augsburg mit einem Patzer maßgeblich dazu beigetragen, dass der Rekordmeister nach nur 8,4 Sekunden das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte hinnehmen musste. Für Hainer ändert das jedoch nichts an Neuers Stellenwert. Er betonte, der 40-Jährige sei nach wie vor einer der besten Torhüter der Welt und habe Bayern in der Vergangenheit zahlreiche Punkte und Siege gesichert. Mit dem Alter habe der Fehler aus seiner Sicht nichts zu tun, vielmehr hätte ihm ein solcher Moment genauso gut auch in jungen Jahren passieren können.

Hainer setzt auf Urbig als Nachfolger

Neuers Vertrag läuft nach der Saison aus, ein Karriereende gilt danach als wahrscheinlich. Umso mehr richtet sich der Blick auf Jonas Urbig, der noch bis Ende Juni 2029 an den FC Bayern gebunden ist. Hainer lobte die Arbeit der sportlichen Führung und des Vorstands bei der Planung für die Zukunft auf der Torhüterposition.

Nach seinen Worten habe Bayern mit Urbig einen der vielversprechendsten jungen Keeper verpflichtet. Der 23-Jährige sammle nun Spielpraxis und verstehe sich sehr gut mit Neuer. Für Hainer ist das die ideale Voraussetzung, um langfristig die Nachfolge einer Vereinsikone anzutreten. Zudem erklärte er, es gebe intern die Absprache, dass Urbig in dieser Saison häufiger zum Einsatz kommen solle als noch in der vergangenen.

Herbert Hainer
Hainer nimmt Neuer in Schutz. (Archivbild) Quelle: Peter Kneffel/dpa

Zuversicht bei Kane und Olise

Auch bei Harry Kane zeigte sich Hainer optimistisch. Der Vertrag des Stürmers endet am Saisonende, doch nach Angaben des Präsidenten verlaufen die Gespräche über eine Verlängerung sehr positiv. Unter Berufung auf Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sagte Hainer, es gebe bei grundsätzlichen Themen wie Laufzeit keine größeren Differenzen.

Bei Michael Olise rechnet Hainer ebenfalls nicht mit einem schnellen Abschied aus München. Er betonte, der FC Bayern müsse keine Spieler aus finanziellen Gründen abgeben und könne seine Entscheidungen aus einer Position der Stärke treffen. Da Olise noch bis 2029 unter Vertrag steht, hofft Hainer, dass der Offensivspieler seinen Kontrakt zu gegebener Zeit sogar noch verlängern wird.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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