Energie Cottbus holt Leon Guwara bis Saisonende zurück
Fußball-Zweitligist Energie Cottbus nimmt Leon Guwara erneut in den Kader auf. Der 30-jährige Außenverteidiger unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Spielzeit. Das gab Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem Heimspiel am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr) bekannt. Guwara hatte schon in der Aufstiegssaison für die Lausitzer gespielt und zuletzt bereits wieder mit der Mannschaft trainiert.
Wollitz äußerte sich sehr positiv über den Defensivspieler. Aus seiner Sicht bringt Guwara so viel Qualität und Entwicklungspotenzial mit, dass er eigentlich nicht in der 2. Liga spielen müsste. Wegen der angeschlagenen Verfassung von Kapitän Axel Borgmann könnte der gebürtige Kölner sogar direkt gegen Nürnberg in der Anfangsformation stehen.
Finanzielle Grenzen bremsen schnelle Einigung
Dass es nicht schon früher zu einer neuen Vereinbarung kam, lag laut Wollitz an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Vereins. Energie müsse deutlich stärker als viele andere Klubs auf jeden Euro achten. Gleichzeitig betonte der Trainer erneut, dass der Verein erst nach und nach die nötigen Strukturen aufbauen müsse — ein Prozess, der noch Jahre dauern könne, möglichst weiterhin in der 2. Liga.
Nürnberg dient Wollitz als Beispiel
Den kommenden Gegner sieht der Energie-Coach dabei auch als Vorbild. Nürnberg habe über längere Zeit schwierige Phasen überstanden und dennoch an seiner Entwicklung gearbeitet. Solche Voraussetzungen und Strukturen könne Cottbus derzeit noch nicht in gleichem Maße haben, so Wollitz. Als Beispiel nannte er Nürnbergs Stürmer Mohamed Ali Zoma, den der Tabellenzweite im Sommer trotz eines Angebots von mehr als 20 Millionen Euro nicht ziehen ließ. Der FCN habe trotz Widerständen an seinem Kurs festgehalten und profitiere nun von der individuellen Klasse im Kader.
Besonderes Flutlichtspiel nach langer Pause
Trotz des Lobs für den Gegner fordert Wollitz von seiner Mannschaft volle Konzentration auf die eigene Leistung. Nach dem 1:3 bei Darmstadt 98 müsse Cottbus diesmal vor allem seine Chancen konsequenter verwerten. Der Trainer erwartet ein Duell zweier spielstarker Teams, in dem sich Räume ergeben könnten.
Besonders ist die Partie auch wegen des Rahmens: Für Energie ist es das erste Flutlicht-Heimspiel in der 2. Liga seit zwölf Jahren. Entsprechend klar ist die Forderung des Trainers: Die Mannschaft soll selbstbewusst auftreten und ihre typische Spielweise auf den Platz bringen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber