Der FC Augsburg will sich vom Achtungserfolg gegen den FC Bayern nicht blenden lassen. Vor dem Auswärtsspiel bei der SV Elversberg bremste Trainer Manuel Baum daher jede aufkommende Euphorie. Sein Hinweis: Ein Vergleich mit den bisherigen Ergebnissen gegen Topteams zeige, wie unangenehm der kommende Gegner sein kann. Sowohl Augsburg als auch Elversberg trafen in dieser Saison bereits auf Bayern München und Bayer Leverkusen – und dabei sammelte Elversberg sogar mehr Zähler als der FCA.
Augsburg spielte in beiden Partien 2:2. Elversberg hingegen besiegte Leverkusen zum Auftakt mit 3:2 und verlor gegen die Bayern nur knapp mit 1:2. Für Baum ist deshalb klar, dass seine Mannschaft gewarnt genug ist. Vor der Bundesliga-Partie am Samstag um 15.30 Uhr erklärte er, dass jeder im Team wisse, welche Aufgabe im Saarland wartet.
Fellhauer kennt Elversberg bestens
Eine besondere Rolle kommt dabei Robin Fellhauer zu. Der Offensivspieler stand von 2019 bis 2025 in Elversberg unter Vertrag und führte den Club zuletzt sogar als Kapitän aufs Feld. Entsprechend positiv blickt der 28-Jährige auf seine Zeit dort zurück – und freut sich nun besonders auf das Wiedersehen. Gegenüber der Saarbrücker Zeitung sagte er, er sei gespannt auf den Empfang und blicke dem Spiel mit großer Vorfreude entgegen.
Fellhauer hatte zuletzt ohnehin für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit seinem Treffer gegen Bayern nach nur 8,4 Sekunden stellte er einen Bundesliga-Rekord auf und wurde bundesweit zum Gesprächsthema. Baum räumte ein, dass der Wirbel um den starken Saisonstart und um Fellhauers Bestmarke durchaus ein Störfaktor in der Vorbereitung sein könnte.

Baum fordert volle Konzentration
Der Augsburger Trainer machte deshalb deutlich, worauf es nun ankommt: nicht auf Schlagzeilen oder Lob zu schauen, sondern einzig auf die Anforderungen des nächsten Spiels. Sein Rezept bleibt simpel: fokussiert bleiben, die eigenen Qualitäten abrufen und weiter mit hoher Intensität arbeiten. Eine Gefahr, dass seine Mannschaft nun überheblich werden könnte, sieht Baum allerdings nicht.
Nach dem emotionalen Heimspiel gegen die Bayern vor mehr als 30.000 Zuschauern ist die Umstellung auf die Atmosphäre in Elversberg dennoch eine mentale Herausforderung. Auf die Frage, wie man sich auf eine Partie in einer Arena mit Baustellencharakter vorbereitet, antwortete Baum mit einem Scherz: Eine künstliche Baustelle rund um den Trainingsplatz aufzubauen, ergebe wohl wenig Sinn.
Mehr Optionen für die Startelf
Mit acht Punkten aus fünf Spielen reist Augsburg als Tabellen-Sechster ins Saarland und kann mit dem Saisonstart zufrieden sein. Auch personell ist die Lage vergleichsweise entspannt. Verzichten muss Baum lediglich auf Abwehrspieler Noahkai Banks, der wegen einer Knieverletzung fehlt, sowie auf Alexis Claude-Maurice, der mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausfällt.
Dafür steht Marius Wolf nach seiner krankheitsbedingten Pause gegen Bayern wieder zur Verfügung. Baum berichtete, Wolf trainiere wieder normal und sei vollständig genesen. Angesichts der vielen Möglichkeiten müsse man nun noch etwas tüfteln, wie die Startformation gegen Elversberg aussehen soll.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber