Fußball

1860 verspielt Sieg in Illertissen – „Hat viel Kraft gekostet“

Nur ein Remis, wachsender Druck: Bei 1860 wird es brenzlig – und der Trainer klammert sich an eine letzte Hoffnung.

11.10.2026, 12:15 Uhr

TSV 1860 blickt nach Remis in Illertissen auf Bayreuth und das Derby

Nach dem enttäuschenden Auftakt in die Englische Woche will der TSV 1860 München keine Zeit verlieren und den Fokus direkt auf die nächsten Aufgaben richten. Trainer Alper Kayabunar hofft dabei vor allem auf personelle Entlastung. Der Kader müsse wieder breiter werden, damit mehr Optionen zur Verfügung stünden, sagte er mit Blick auf mehrere Ausfälle. Zudem habe die Partie viel Energie gekostet, und auch das kommende Duell mit Bayreuth werde alles andere als leicht. Zum Ende der Woche wartet außerdem noch das Stadtduell gegen Bayern II.

Niederlechner bringt 1860 in Führung

Beim FV Illertissen kamen die Münchner nicht über ein 1:1 hinaus. Nach torloser erster Halbzeit brachte Florian Niederlechner die Gäste in der 70. Minute mit einem sehenswerten Seitfallzieher in Front. Kurz vor Schluss gelang Denis Milic jedoch der Ausgleich für Illertissen. In der Nachspielzeit verpasste Emre Erdogan noch den möglichen Siegtreffer für die "Löwen".

Damit liegt 1860 trotz eines Spiels weniger inzwischen sieben Punkte hinter Spitzenreiter TSV Buchbach.

Nach der Pause stärker, am Ende zu passiv

Im ersten Durchgang passierte kaum etwas. Nach dem Seitenwechsel erhöhte 1860 jedoch den Druck deutlich und erspielte sich mehrere Möglichkeiten. Eine davon nutzte Niederlechner zur verdienten Führung. Kayabunar meinte nach der Partie, seine Mannschaft habe gegen einen starken Gegner gespielt, hätte aber noch konsequenter nach vorne agieren müssen. Aus seiner Sicht fehlte es daran, mehr Druck aufzubauen, mehr Bälle in den Strafraum zu bringen und den Gegner dauerhaft hinten hineinzudrängen.

Kayabunar hadert mit dem Ergebnis

Illertissen war über weite Strecken nur selten gefährlich, nutzte aber eine der wenigen Chancen kurz vor dem Ende eiskalt aus. 1860 ließ sich nach dem Führungstor zu weit zurückfallen und wurde dafür bestraft.

Kayabunar zeigte sich deshalb unzufrieden mit dem Resultat. Seine Mannschaft habe sich viele Gelegenheiten erarbeitet, dem Gegner nur wenig zugelassen und die Partie lange kontrolliert, sagte der Coach. Dennoch habe es am Ende nur zu einem Punkt gereicht. Er verwies zudem auf die angespannte personelle Lage, die die Aufgabe zusätzlich erschwert habe. Schon am Dienstag steht für die Münchner daheim das nächste Spiel gegen die SpVgg Bayreuth an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen