Fußball

1000. DFB-Spieler: Baurs Gänsehaut-Moment für immer

Klopp lässt fünf Debütanten ran – und ausgerechnet Mika Baur schreibt als 1000. DFB-Spieler Geschichte.

02.10.2026, 06:06 Uhr

Mika Baur schreibt DFB-Geschichte bei Debüt gegen Serbien

Mika Baur wusste zunächst selbst nicht, dass er mit seinem ersten Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft Geschichte geschrieben hatte. Der 22 Jahre alte Profi von Celtic Glasgow erfuhr erst nach dem 2:0 gegen Serbien, dass er als 1000. Spieler für die DFB-Auswahl aufgelaufen war. Entsprechend groß war seine Freude über diese besondere Marke.

Für den eher schmächtigen Mittelfeldspieler, Sohn des früheren Handball-Weltmeisters Markus Baur, wurde der Abend in der Münchner Arena zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sein Debüt im Nationalteam fühlte sich für ihn wie ein wahr gewordener Traum an. Die Emotionen unmittelbar nach dem Spiel konnte er kaum in Worte fassen.

Debüttrikot geht an die Eltern

Nachdem Baur in der Kabine den Flugmodus auf seinem Handy deaktiviert hatte, wurde er von einer Flut an Nachrichten überrascht. Auch sein Vater dürfte sich gemeldet haben, der beim kommenden Nations-League-Spiel am Sonntag in Griechenland auf der Tribüne erwartet wird. Das Trikot seines ersten Länderspiels soll einen Ehrenplatz bekommen: Baur kündigte an, es seinen Eltern zu schenken, damit es eingerahmt wird.

Eingewechselt wurde er in der 77. Minute von Bundestrainer Jürgen Klopp für Tom Bischof, der zuvor das 1:0 erzielt hatte. Im Mittelfeld mischte Baur anschließend ohne jede Scheu mit. Nach dem Abpfiff drehte er mit der Mannschaft die Ehrenrunde durchs Stadion und steuerte dabei auch kurz die Kurve an, in der zwei für ihn besonders wichtige Zuschauer saßen.

Deutschland - Serbien
Auf ins Getümmel: Mika Baur (links oben) in Aktion nach seiner Einwechslung. Quelle: Tom Weller/dpa

Sein bester Freund aus Kindertagen war gemeinsam mit einem weiteren Kumpel live im Stadion. Baur entdeckte die beiden schnell. Besonders amüsierte ihn, dass sie Trikots von Celtic Glasgow mit seinem Namen trugen.

Klopp zufrieden mit allen fünf Neulingen

Im dritten Länderspiel unter Jürgen Klopp war Baur einer von insgesamt fünf Spielern, die ihr Debüt feierten. Der Bundestrainer erklärte, er könne Baur noch nicht eindeutig einer Position zuordnen – ob als Sechser, Achter oder Zehner. Dafür lobte er umso deutlicher dessen Spielintelligenz, technische Qualität und Einstellung. Für Klopp war klar: Baur habe sich seinen Einsatz absolut verdient.

Neben ihm kamen weitere Neulinge zu ihrem ersten Einsatz. Der Kölner Saïd El Mala betrat als 999. DFB-Spieler den Platz. Bayern-Torhüter Jonas Urbig und Freiburgs Derry Scherhant standen sogar in der Anfangsformation. Kurz vor Schluss folgte mit Brentfords Vitaly Janelt noch der 1001. Nationalspieler. Klopps Fazit zu allen Debütanten fiel durchweg positiv aus: Für ihn sind es allesamt tolle Jungs.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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