Rhein-Neckar Löwen trennen sich von Maik Machulla
Die Rhein-Neckar Löwen haben auf den misslungenen Start in die Saison reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Maik Machulla getrennt. Das teilte der Handball-Bundesligist aus Nordbaden mit. Der bisherige Co-Trainer Michael Abt übernimmt künftig als Chefcoach. Es ist der erste Trainerwechsel der laufenden Bundesliga-Spielzeit.
Noch offen ist, wie der Posten des Sportdirektors künftig besetzt und ausgestaltet wird. Machulla hatte bei den Löwen zuletzt beide Aufgaben in Personalunion ausgeübt.
Nach Angaben von Geschäftsführer Holger Bachert konnte die Mannschaft trotz vielversprechender Ansätze und einer überzeugenden Vorbereitung in den Pflichtspielen bislang nicht die erhofften Resultate liefern. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei auch der enttäuschende Auftritt beim 29:33 im Heimspiel gegen den ThSV Eisenach am vergangenen Donnerstag gewesen.
Machulla erklärte, er akzeptiere den Schritt des Vereins, auch wenn er die Arbeit mit der Mannschaft gerne fortgesetzt hätte. Zugleich betonte er, wie sehr er die tägliche Zusammenarbeit geschätzt habe und dass er weiterhin an die Qualität und das Entwicklungspotenzial des Teams glaube. Der 49-Jährige war erst im Sommer 2025 als Nachfolger von Sebastian Hinze verpflichtet worden.
Vier Niederlagen und frühes Pokal-Aus
Der Saisonbeginn verlief für den deutschen Meister von 2016 und 2017 insgesamt enttäuschend. In den ersten acht Bundesligaspielen kassierten die Löwen vier Niederlagen. Hinzu kam das Aus in der zweiten Runde des DHB-Pokals.
Nun soll Michael Abt die Wende schaffen. Der 36-Jährige, der früher selbst das Trikot der Löwen trug, kennt Verein und Mannschaft bestens.
Bachert bezeichnete Abt als echten Löwen, der die DNA des Clubs verkörpere und als ausgewiesener Handball-Experte gelte. Man sei überzeugt, dass er der Mannschaft als neuer Cheftrainer wichtige Impulse geben könne.
Die nächste Bewährungsprobe wartet bereits am kommenden Donnerstag, wenn die Rhein-Neckar Löwen auswärts beim THW Kiel antreten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber