Politik

Hegseth will den Attentäter öffentlich hinrichten

Öffentliche Hinrichtung? Hegseth will Hasan vor Zuschauern erschießen lassen – doch wie dieser Plan aussehen soll, ist offen.

08.10.2026, 22:09 Uhr

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angekündigt, dass die geplante Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan in einer Form stattfinden soll, die öffentlich verfolgt werden kann. In einem Interview mit dem rechtskonservativen Sender Real America’s Voice sagte er, man wolle sicherstellen, dass Menschen die Exekution beobachten könnten. Zur Begründung erklärte Hegseth, die Öffentlichkeit müsse sehen, dass derartige Verbrechen gravierende Folgen hätten.

Die Vollstreckung des Todesurteils ist für den 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas vorgesehen. Hasan, ein früherer Militärpsychiater, hatte dort im Jahr 2009 das Feuer auf Soldaten eröffnet. Dabei wurden 13 Menschen getötet und 32 weitere verletzt. Ein Militärgericht verurteilte ihn 2013 zum Tode.

Öffentliche Erschießungen wurden in den Vereinigten Staaten unter anderem im 19. Jahrhundert während des Bürgerkriegs als Mittel der Abschreckung eingesetzt. Die bislang letzte Exekution durch ein Erschießungskommando des US-Militärs liegt bereits seit 1945 zurück. Die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA fand 1936 in Kentucky statt, als ein Mann vor tausenden Zuschauern gehängt wurde.

Noch ist unklar, wie genau Hegseths Ankündigung umgesetzt werden soll. Offen blieb zunächst, ob tatsächlich eine breit zugängliche öffentliche Hinrichtung geplant ist oder lediglich eine Durchführung vor ausgewählten Zeugen beziehungsweise eine Übertragung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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