Hamburg

Hammer bei Hannover-Hamburg: Entscheidung vertagt

Showdown um die Bahnstrecke Hamburg-Hannover: Eigentlich sollte der Bundestag entscheiden – doch in der Koalition hakt es.

21.09.2026, 12:29 Uhr

Die Entscheidung über eine mögliche Bahn-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover wird vorerst vertagt. Nach Angaben aus Koalitionskreisen haben Union und SPD eine entsprechende Verschiebung beantragt. Auch der NDR berichtete darüber.

Ursprünglich sollte sich der Verkehrsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch mit dem Projekt befassen, bevor am Donnerstag eine Behandlung im Plenum vorgesehen war.

Verkehrspolitiker der schwarz-roten Koalition hatten sich in einem Entwurf für einen Neubau der Strecke ausgesprochen und damit gegen einen bloßen Ausbau der bestehenden Verbindung. Aus der Koalition war jedoch bereits in der vergangenen Woche zu hören, dass an der Vorlage noch weiter gearbeitet werde. Die Beratung im Bundestag gilt als wichtiger Meilenstein für das Vorhaben, das in Niedersachsen politisch umstritten ist.

Kritik an der Verschiebung kam von dem Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel. Er bezeichnete die Strecke Hamburg–Hannover als eines der dringendsten Bahnprojekte, weil die bestehenden Engpässe Auswirkungen auf den Schienenverkehr im ganzen Bundesgebiet hätten. Ohne eine neue Strecke werde es weder im Regional- noch im Fernverkehr in Norddeutschland spürbare Verbesserungen geben. Zudem lasse sich der Güterverkehr dann kaum stärker von der Straße auf die Schiene verlagern. Die Koalition, so Gastel, bremse notwendige Infrastrukturprojekte aus, anstatt sie voranzubringen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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