Eintracht Frankfurt kommt im Rennen um die Europapokalplätze weiter nur schwer in Schwung. Für Trainer Albert Riera, der zuletzt zunehmend unter Druck geraten ist, gab es beim 1:1 (0:1) in Augsburg erneut keinen Befreiungsschlag. Der FC Augsburg dagegen konnte am 31. Bundesliga-Spieltag den vorzeitigen Klassenverbleib feiern und darf damit für eine 16. Saison in der Bundesliga planen.
Für die Hessen wird die Lage im Kampf um Rang sieben, der zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt, dagegen immer heikler. Zwar steht Frankfurt derzeit noch auf diesem Platz, doch der punktgleiche SC Freiburg könnte mit einem Erfolg am Sonntag bei Borussia Dortmund vorbeiziehen.
Vor 30.660 Zuschauern brachte Anton Kade die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung (44.). Frankfurt rettete durch Ritsu Doan, der nach dem Seitenwechsel ins Spiel gekommen war, immerhin noch einen Punkt (66.). Dennoch bleibt die Ausbeute der Eintracht mit fünf Punkten aus den vergangenen fünf Partien zu mager. In der Nachspielzeit verhinderte Augsburgs Keeper Finn Dahmen mit einer starken Parade gegen Rasmus Kristensen noch den späten Frankfurter Siegtreffer.
Schweigeminute für Alexander Manninger
Vor dem Anpfiff stand in Augsburg das Gedenken an den früheren Torhüter Alexander Manninger im Mittelpunkt. Der ehemalige FCA-Profi, der von 2012 bis 2016 für den Klub spielte, war neun Tage zuvor im Alter von 47 Jahren bei einem Verkehrsunfall im Raum Salzburg ums Leben gekommen.
Die Augsburger Spieler absolvierten das Aufwärmen in Shirts mit Manningers Namen und seiner Rückennummer eins. Nach einer Schweigeminute lief die Mannschaft mit Trauerflor auf. Auf einem Banner der Fans war zu lesen: „Für immer ein Teil unserer Bundesliga-Geschichte. Ruhe in Frieden, Alex!“
Augsburg mit guter Anfangsphase
Nach drei ungeschlagenen Spielen in Serie veränderte FCA-Trainer Manuel Baum seine Anfangsformation nur auf einer Position. Im Sturm begann Michael Gregoritsch anstelle von Rodrigo Ribeiro – und war an der Führung direkt beteiligt.
Auf Frankfurter Seite nahm Riera gleich drei Wechsel vor: Ellyes Skhiri, Can Uzun und Love Arrhov rückten in die Startelf. Für den 17 Jahre alten Schweden Arrhov, der im Winter von IF Brommapojkarna gekommen war, war es der erste Einsatz von Beginn an. Zur zweiten Halbzeit wurde er allerdings bereits durch Ansgar Knauff ersetzt.
Augsburg präsentierte sich von Beginn an konzentriert, aggressiv in den Zweikämpfen und wachsam. Der Treffer zur Führung fiel dann kurz vor der Pause: Nach einem schnellen Angriff über Dimitrios Giannoulis auf der linken Seite kam der Ball zu Gregoritsch. Dessen Abschluss aus rund elf Metern landete am linken Pfosten, sprang aber direkt vor die Füße von Kade, der aus kurzer Distanz im Fallen zum 1:0 einschob.
Frankfurt drückt, Augsburg bleibt gefährlich
Nach dem Seitenwechsel kam Frankfurt deutlich engagierter aus der Kabine und suchte energisch den Ausgleich. Zunächst aber hatte Augsburg die nächste große Möglichkeit: Eine Kopfballverlängerung von Gregoritsch landete in der 54. Minute erneut am Pfosten.
Wenig später gelang den Gästen dann doch das 1:1. Doan, erst zur Pause eingewechselt, traf in der 66. Minute und bewahrte die Eintracht damit zumindest vor einer Niederlage. In der Schlussphase boten sich beiden Teams weitere Chancen. Für zusätzlichen Applaus auf den Rängen sorgte kurz vor dem Ende die Einwechslung von Chrislain Matsima, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion