Landeskomitee der Katholiken in Bayern kritisiert AfD scharf
Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern wirft der AfD vor, das Christentum für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Zugleich nehme die Partei nach Einschätzung der Laienvertretung immer deutlichere Positionen ein, die sich gegen Kirche und christliches Leben richteten.
Bei der Frühjahrsvollversammlung in Augsburg erklärte der Vorsitzende Christian Gärtner, die AfD stelle sich zwar gern als Verteidigerin des "christlichen Abendlandes" dar. Tatsächlich zeige sich jedoch, dass sie die Kirche angreife, sie etwa als "Regenbogenkirche" abwerte und versuche, ihre Arbeit sowie den Zugang zu finanziellen Mitteln zu erschweren. Dies sei nicht nur in Sachsen-Anhalt zu beobachten.
Für Gärtner ist damit klar, dass die AfD als christen- und kirchenfeindlich einzustufen sei. Mit Besorgnis blicke er zudem auf das starke Abschneiden der Partei bei der jüngsten Kommunalwahl in Bayern.
Das Präsidium des Landeskomitees kündigte deshalb an, seine Aktivitäten auszubauen. Ziel sei es, Menschen besser darauf vorzubereiten, mit dieser Entwicklung umzugehen, und die Zusammenarbeit demokratischer Parteien über politische Grenzen hinweg zu stärken. Geplant sind unter anderem mehr Anlaufstellen in Bayern sowie neue Formate, in denen vermittelt wird, wie Demokratie geschützt und extremistischen Positionen wirksam begegnet werden kann.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion