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FC Augsburg gerettet – warum jetzt keiner jubelt

Der FC Augsburg erreicht sein großes Saisonziel schon drei Spieltage vor Schluss – doch statt Jubel kippt plötzlich die Stimmung. Warum der Erfolg einen bitteren Beigeschmack hat.

25.04.2026, 19:02 Uhr

FCA sichert Klassenverbleib – Zufriedenheit hält sich nach Remis gegen Frankfurt in Grenzen

Der FC Augsburg hat mit dem 1:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt den Verbleib in der Bundesliga rechnerisch vorzeitig gesichert. Große Feierlaune kam bei den Schwaben am 31. Spieltag aber dennoch nicht auf. Nach dem Punktgewinn gegen die um die Europapokalplätze kämpfenden Hessen überwog vielmehr der Ärger darüber, einen Sieg verpasst zu haben.

Trainer Manuel Baum sprach nach der Partie von großer Enttäuschung in seiner Mannschaft. Dass die Spieler über das Unentschieden nicht glücklich seien, zeige ihren Ehrgeiz. Auch er selbst wolle drei Spieltage vor Saisonende noch keinen Grund zum Feiern sehen. Schließlich seien noch neun Punkte zu vergeben.

Vor 30.660 Zuschauern brachte Anton Kade den FCA kurz vor der Pause in Führung. In der 44. Minute staubte er nach einem Pfostenschuss ab und sorgte damit für den Jubel der Heimfans. Frankfurt kam nach dem Seitenwechsel zurück: Der eingewechselte Ritsu Doan traf in der 66. Minute zum Ausgleich. Für die Eintracht ist die Ausbeute von nur fünf Punkten aus den vergangenen fünf Spielen im Rennen um Europa allerdings zu wenig. In der Nachspielzeit rettete Augsburgs Torhüter Finn Dahmen mit einer starken Parade gegen einen Distanzschuss von Rasmus Kristensen, der nach Verletzungspause sein Comeback gab.

Kade: Mehr wäre möglich gewesen

Auch Torschütze Kade gab offen zu, dass die Mannschaft nicht ganz zufrieden sei. Nach seiner Einschätzung wäre für Augsburg in diesem Spiel mehr drin gewesen. Den gesicherten Ligaverbleib bezeichnete er dennoch als erfreulich.

Emotionale Momente für Alexander Manninger

Vor dem Anpfiff gedachte der Verein seines früheren Torhüters Alexander Manninger. Der Österreicher, der zwischen 2012 und 2016 für Augsburg spielte, war neun Tage zuvor im Alter von 47 Jahren bei einem Verkehrsunfall im Raum Salzburg ums Leben gekommen.

Die Augsburger Profis absolvierten das Aufwärmen in Shirts mit Manningers Namen und der Rückennummer eins. Nach einer Schweigeminute lief die Mannschaft mit Trauerflor auf. Auf einem Banner der Fans war zu lesen: „Für immer ein Teil unserer Bundesliga-Geschichte. Ruhe in Frieden, Alex!“

Gregoritsch mehrfach im Mittelpunkt

Nach drei ungeschlagenen Spielen veränderte Baum seine Anfangsformation nur auf einer Position. Im Sturmzentrum rückte Michael Gregoritsch für Rodrigo Ribeiro in die Startelf – und war direkt an der Führung beteiligt.

Frankfurts Trainer Riera nahm dagegen drei Wechsel vor. Ellyes Skhiri, Can Uzun und Love Arrhov begannen. Für den 17-jährigen Schweden Arrhov, der im Winter von IF Brommapojkarna gekommen war, bedeutete das den ersten Einsatz von Beginn an. Zur Halbzeit wurde er jedoch durch Ansgar Knauff ersetzt.

Augsburg startete wach und robust in die Partie, doch zunächst fehlte die letzte Durchschlagskraft. Erst unmittelbar vor der Pause fiel das 1:0: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite brachte Dimitrios Giannoulis den Ball zu Kade, der auf Gregoritsch weiterleitete. Dessen Abschluss aus etwa elf Metern prallte an den linken Pfosten, ehe Kade den Abpraller aus kurzer Distanz im Fallen verwertete.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankfurt den Druck und drängte sichtbar auf den Ausgleich. Trotzdem bot sich Augsburg zunächst die bessere Chance auf das 2:0: Eine Kopfballverlängerung von Gregoritsch landete in der 54. Minute erneut am Pfosten. In der Schlussphase ergaben sich Möglichkeiten auf beiden Seiten. Für besonderen Applaus im Stadion sorgte zudem die späte Einwechslung des lange verletzten Chrislain Matsima.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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