Oktoberfest und Autofahren gelten eigentlich nicht als ideale Kombination. Dennoch reist laut einer Auswertung anonymisierter Mobilfunkdaten von Vodafone mehr als jeder vierte Wiesn-Besucher mit dem Auto an. Die Analyse zeigt außerdem, zu welchen Zeiten das Fest besonders gut besucht ist und wann sich die Menschenmengen wieder verteilen.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Wiesn-Samstag nutzten demnach 59 Prozent der Gäste den öffentlichen Nahverkehr. Auf Platz zwei folgt das Auto mit 28 Prozent. Sieben Prozent kamen über den Fernverkehr, fünf Prozent waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.
Auch werktags viel Betrieb
Das Oktoberfest war nicht nur am Wochenende stark besucht. Für einen Freitag erfasste die Analyse sogar rund 600.000 Besucher. Vodafone-Innovationschef Michael Reinartz erklärte, dass inzwischen zunehmend auch unter der Woche auf der Wiesn gefeiert werde. Die Besucherzahlen an Werktagen hätten fast das Niveau der Wochenenden erreicht. Im vergangenen Jahr habe sich der Andrang noch deutlich stärker auf Samstag und Sonntag konzentriert.
Unter der Woche war es meist zwischen 16 und 17 Uhr am vollsten. Ab 21 Uhr nahm der Andrang in der Regel wieder ab. Viele Gäste traten danach allerdings nicht sofort den Heimweg an, sondern zogen noch weiter in andere Teile der Stadt. Nach Einschätzung von Reinartz reicht die Wirkung der Wiesn damit deutlich über die Theresienwiese hinaus und sorgt auch in vielen Münchner Stadtvierteln sowie im Umland für zusätzliches Besucheraufkommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber