Bayern

Alkohol im Dienst? Schankkellner werfen alles hin

Zapf-Drama auf der Wiesn: Plötzlich fehlen Kellner im Festzelt – doch warum merkte kein Gast etwas und wer sprang ein?

29.09.2026, 16:53 Uhr

Kurzzeitiger Personalengpass im Paulaner-Festzelt

Im Paulaner-Zelt auf dem Oktoberfest ist es kurzzeitig zu Problemen an den Zapfhähnen gekommen – allerdings nicht wegen fehlenden Biers. Sieben Schankkellner hatten überraschend ihre Arbeit aufgekündigt. Dennoch lief der Ausschank ohne größere Störungen weiter.

Nach Angaben von Sprecherin Annette Baronikians hatte Festwirt Lorenz Stiftl am Montagabend zwei Mitarbeiter in einem Vorraum vor einer Kühlung beim Biertrinken erwischt. Während des Dienstes gelte ein striktes Alkoholverbot, auf das alle Beschäftigten zu Beginn ausdrücklich und unmissverständlich hingewiesen worden seien. Weshalb sich fünf weitere Schankkellner mit ihnen solidarisierten, blieb zunächst unklar.

Unterstützung aus dem eigenen und benachbarten Zelt

Für die Gäste blieb der Zwischenfall offenbar unbemerkt. Bedienungen sprangen beim Zapfen ein, zudem halfen Schankkellner aus einem benachbarten Zelt aus. Auch zwei Braumeister von Paulaner, die sich vor Ort befanden, unterstützten den Ausschank.

Zusätzlich reagierte das Hackerzelt schnell: Wirt Thomas Roiderer stellte für etwa eine Stunde drei Schankkellner zur Verfügung.

Die Vereinigung der Münchner Wiesn-Wirte erklärte dazu, auf dem Oktoberfest halte man zusammen und unterstütze sich gegenseitig. Zugleich stellte sie klar, dass Alkoholkonsum am Arbeitsplatz kein Kavaliersdelikt sei und auch auf der Wiesn nicht geduldet werde.

Ersatz schnell gefunden

Laut Baronikians war die Nachbesetzung der freien Stellen kein größeres Problem. Bereits seit Dienstagmorgen seien acht neue Schankkellner im Einsatz.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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