Allgemein

Verschollen? EBU sucht ESC-Aufnahmen

Verschollene ESC-Aufnahmen könnten irgendwo noch existieren: Die Europäische Rundfunkunion fahndet weltweit nach den verloren geglaubten TV- und Musikdokumenten von 1956 und 1964 – und es gibt Hinweise, wo diese Schätze versteckt sein könnten.

27.04.2026, 16:35 Uhr

ESC-Veranstalter sucht verschollene Aufnahmen aus den Anfangsjahren

Die Organisatoren des Eurovision Song Contest haben eine weltweite Suche nach historischem Material gestartet. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) versucht, Aufzeichnungen von zwei frühen Wettbewerben des damaligen Grand Prix aufzuspüren: von der Premiere 1956 in Lugano in der Schweiz sowie von der Ausgabe 1964 in Kopenhagen in Dänemark. Weder die EBU noch die damals beteiligten Sender verfügen nach eigenen Angaben über vollständige Mitschnitte.

Wie die EBU in Genf mitteilte, sei die Suche nun offiziell eröffnet – unabhängig davon, wo auf der Welt sich mögliche Aufnahmen befinden könnten. Schon kleinste Fragmente könnten helfen, diese bedeutenden Fernsehmomente zu rekonstruieren.

Die Hoffnung richtet sich dabei nicht nur auf Rundfunkarchive, sondern auch auf private Bestände. Denkbar seien Funde in kaum gesichteten Senderarchiven, auf alten Filmrollen oder sogar auf Dachböden von Fans und deren Familien, wo solches Material über Jahrzehnte unbeachtet geblieben sein könnte.

Von der ESC-Premiere 1956 existiert im Archiv der SRG SSR lediglich ein Mitschnitt des Auftritts der Schweizer Siegerin Lys Assia.

Für den Wettbewerb von 1964 gibt es immerhin einen Fund: Der finnische Sender Yle entdeckte in seinem Archiv eine Aufnahme der italienischen Gewinnerin jenes Jahres.

Jubiläum des Eurovision Song Contest

Der ESC feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Mit Ausnahme von 2020, als die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, wurde der Wettbewerb jedes Jahr ausgetragen. Inzwischen gilt der Eurovision Song Contest als größtes Live-Musikereignis der Welt.

Nach Angaben der EBU erreichte die Ausgabe 2025 weltweit 166 Millionen Menschen. Der nächste Wettbewerb wird in Wien veranstaltet, das Finale ist für den 16. Mai geplant.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen