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Ukraine: Leiter der Patrouillenpolizei bietet nach Vorfall seinen Rücktritt an

Ein Mann erschoss in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehrere Menschen. Statt zu helfen, laufen Polizisten davon. Nun zieht der Chef der Patrouillenpolizei des Landes daraus die Konsequenzen.

19.04.2026, 16:42 Uhr

Der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, hat nach dem Fehlverhalten zweier Beamter bei einer Schießerei in Kiew die politische Verantwortung übernommen und seinen Rücktritt angekündigt. Auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt erklärte der Polizeigeneral, er halte diesen Schritt als erfahrener Offizier für angemessen. Das Verhalten der beiden Streifenpolizisten bezeichnete er als unprofessionell und unwürdig. Der Vorfall sei für die Polizei "sehr beschämend".

Am Vortag hatte ein 58-jähriger Mann in Kiew sechs Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt. Nach Angaben der Behörden ließen zwei alarmierte Polizisten nach den ersten Schüssen unbewaffnete Zivilisten zurück. Gegen die Beamten laufen inzwischen interne Ermittlungen. Eine Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung erschoss den Angreifer.

Die Behörden werten die Tat als Terroranschlag. Das Motiv des Schützen ist bislang nicht bekannt. Die verwendete Waffe soll er legal besessen haben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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