Allgemein

The Darkest Files: DAS deutsche Spiel 2026

Ein preisgekröntes Game macht NS-Verbrechen zum fesselnden Stoff – und das ist nicht der einzige Überraschungssieger.

29.04.2026, 22:35 Uhr

„The Darkest Files“ ist bestes deutsches Computerspiel 2026

Beim Deutschen Computerspielpreis in München ist das Detektivspiel „The Darkest Files“ von Paintbucket Games aus Berlin als bestes deutsches Computerspiel 2026 ausgezeichnet worden. In der Hauptkategorie erhielt das Studio 100.000 Euro. Zusätzlich gewann der Titel den Preis als Bestes Serious Game, der mit weiteren 40.000 Euro dotiert ist.

Der Deutsche Computerspielpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der heimischen Games-Branche. In insgesamt 15 Kategorien werden Preisgelder in Höhe von 800.000 Euro vergeben.

In „The Darkest Files“ übernehmen Spielerinnen und Spieler die Rolle einer Staatsanwältin, die in der Nachkriegszeit NS-Verbrechen vor Gericht bringt. Ebenfalls für den Hauptpreis nominiert waren „Anno 117: Pax Romana“ und „Tiny Bookshop“, die damit ebenfalls Preisgeld erhielten.

Die historische Städtebau-Simulation „Anno 117: Pax Romana“ von Ubisoft Mainz setzte sich zudem in der Kategorie Beste Innovation & Technologie durch. Das Cozy-Game „Tiny Bookshop“ von Neoludic Games gewann den Nachwuchspreis Bestes Debüt.

Sonderpreis für Extremismusprävention

Auch „The Berlin Apartment“ von Blue Backpack, ein Spiel über die Geschichte der Hauptstadt, war erfolgreich und wurde gleich doppelt ausgezeichnet: für die Beste Story und das Beste Grafikdesign. Als Studio des Jahres wurde Weltenbauer Software Entwicklung aus Wiesbaden geehrt.

Den Sonderpreis der Jury erhielt der Forschungsverbund RadiGaMe. Ausgezeichnet wurde dessen Engagement für Extremismusprävention in digitalen Räumen sowie die Forschung zur Instrumentalisierung von Gaming-Plattformen durch extremistische Propaganda.

Vergeben wird der Deutsche Computerspielpreis jedes Jahr von der Bundesregierung gemeinsam mit dem Verband der deutschen Games-Branche Game. In den nationalen Kategorien können nur Produktionen eingereicht werden, die zu mindestens 80 Prozent in Deutschland entwickelt wurden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen